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Sport Wintersport
11/30/2020

Heute vor 6 Jahren: Der letzte Slalomsieg der ÖSV-Damen

Am 30.November 2014 gewann Niki Hosp den Slalom von Aspen. Die Tirolerin war die letzte echte heimische Allrounderin.

von Christoph Geiler

Nicole Hosp vor Frida Hansdotter und Kathrin Zettel. Allein schon das Siegerfoto spricht Bände. Denn alle drei Skifahrerinnen, die da am 30. November 2014 in Aspen vom Stockerl lachten, haben ihre Karriere längst schon beendet.

Es war aus österreichischer Sicht ein denkwürdiger Slalom, der sich da heute vor sechs Jahren in Nordamerika zugetragen hat. Denn in Aspen gab es nicht nur den letzten Slalomsieg für die ÖSV-Damen zu feiern, es war bis heute auch der letzte Slalom, in dem die Skination mit zwei Läuferinnen in den Top 3 vertreten war.

 

 

Der Triumph im Slalom von Aspen war der letzte Weltcupsieg von Nicole Hosp. Nach dieser Saison beendete die Tirolerin ihre Karriere. Im Rückblick war Hosp wohl die vielseitigste österreichische Skiläuferin in diesem Jahrtausend, wie nicht zuletzt ihr Gesamtweltcupsieg in der Saison 2006/'07 beweist.

Der Bichlbacherin gelang es, in ihrer Laufbahn bei Großereignissen in sämtlichen Disziplinen Medaillen zu gewinnen. Sie war Weltmeisterin im Riesentorlauf (2007), holte Olympiasilber in Slalom (2006) und in der Kombination (2014), dazu WM-Bronze in der Abfahrt (2007) und Olympia-Bronze im Super-G (2014).

Alleskönnerinnen wie die heute 37-Jährige gibt es im ÖSV-Damenteam inzwischen nicht mehr. International sind freilich immer noch einige Läuferinnen in allen Disziplinen unterwegs. Bestes Beispiel sind Mikaela Shiffrin (USA), Petra Vlhova (Slowakei) und Federica Brignone (ITA), die drei großen Skifahrerinnen der Gegenwart.

Shiffrin hat in allen Disziplinen bereits einen Weltcupsieg errungen, die aktuelle Weltcupleaderin Petra Vlhova, die drei der bisherigen vier Saisonrennen gewinnen konnte, wandelt mittlerweile auf den Spuren der US-Amerikanerin. Und auch die amtierende Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone lässt praktisch kein Rennen aus.

Das Siegesfoto von Aspen 2014 hat übrigens auch deshalb Seltenheitswert, weil ab diesem Zeitpunkt fast immer die gleichen Gesichter vom Stockerl lachten. Von den 52 Slaloms, die danach im Weltcup gefahren wurden, endeten 44 mit Siegen von Mikaela Shiffrin oder Petra Vlhova.

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