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Sport Wintersport
03/13/2019

Eishockey: Der Ronaldo-Fan führte die Capitals zum 7:0

Chris DeSousa erzielte vor 3.400 Fans drei Treffer beim Wiener Kantersieg gegen Znaim

von Peter Karlik

Es war zu seiner Zeit in Bozen, als Christopher DeSousa zum großen Fußball-Fan geworden ist. „Wir haben damals öfter zusammen Spiele angesehen“, erzählte  der 28-Jährige, der mit Teamkollegen an freien Abenden gerne nach Turin zu Juventus gefahren war. Und dann kam im Sommer auch noch der Transfer von Cristiano Ronaldo von Real Madrid zu Juventus.

Er hat es DeSousa nicht nur wegen seiner portugiesischen Wurzeln besonders angetan: „Er schießt so viele Tore. Ronaldo ist der beste Fußballer der Welt.“ DeSousas Vater war von Portugal nach Kanada ausgewandert.

Am Dienstag war also Feierabend: Der Portugiese erzielte alle drei Juventus-Tore beim 3:0 gegen Atlético Madrid in der Champions League. Ronaldo-Fan DeSousa postete auf Instagram ein  Video davon.

Am Mittwoch vor dem Auftakt gegen Znaim kam DeSousa sogar in einem Ronaldo-Trikot in die Halle.  „Da haben mich die anderen noch belächelt“, sagte DeSousa.

Am Abend drehte der  Eishockey-Goalgetter groß auf.  „Ich wollte es Ronaldo nachmachen.“ DeSousa traf zum 2:0 (6.), zum 3:0 (18.) und zum 5:0 (23.).  „Wenn das so ist, dann hoffe ich, dass Ronaldo weiterhin so viele Tore schießt“, sagte Caps-Coach Dave Cameron schmunzelnd.

Die Capitals waren den Znaimern im ersten Spiel der Best-of-seven-Serie  vor nur 3.400 Fans haushoch überlegen und münzten das auch in Tore um. Das 1:0 durch Vause war eigentlich ein Eigentor des Znaimers Stretch (4.). Das Spiel war nach 20 Minuten entschieden. Nach DeSousas 3:0 dank einer Bilderbuch-Aktion über Schneider und Olden traf Schneider mit dem zweiten Powerplay-Treffer  zum 4:0 (20.).  Noch bevor die  Hälfte des Spiels um war, erhöhte Verteidiger Peter in Überzahl auf 6:0 (26.). Nach Oldens 7:0 (43.) war  auch in  Wien  Feierabend.

KAC siegte mit Glück

Der KAC schaffte in einer umkämpften Partie gegen ebenfalls ersatzgeschwächte Bozener dreimal den Ausgleich. Die Südtiroler hatten zwei Tage vor dem Spiel überraschend einen neuen Trainer installiert: Meistermacher Kai Suikkanen war durch den Kanadier Clayton Beddoes ersetzt worden, der auch Chefcoach der italienischen Nationalmannschaft ist. Nach mehreren Stangen-Treffern der Rotjacken brachte Thomas Koch (43./PP) den KAC zu Beginn des Schlussabschnitts erstmals in Führung, die jedoch keine fünf Minuten währte.

Die Kärntner hatten danach mehrere Chancen, das Match zu ihren Gunsten zu entscheiden. Knapp eine Minute vor Schluss traf Andrew Kozek aber zum dritten Mal die Umrandung. In der Overtime machte es der Unglücksrabe besser und fixierte nach 41 Sekunden aus größerer Distanz als zuvor den doch verdienten Sieg der Hausherren.

Starke Grazer im zweiten Drittel

Die Black Wings Linz lieferten Graz zu Beginn einen harten Schlagabtausch, im zweiten Drittel zogen die 99ers jedoch dank vier Toren auf 5:2 davon. Davon vermochten sich die Gäste nicht mehr zu erholen, Graz stellte kurz vor Schluss den 7:3-Endstand her. Salzburg lag in Szekesfehervar ab der 16. Minute 0:1 im Hintertreffen. Die „Bullen“ drückten auf den Ausgleich, der aber nicht mehr gelang, und müssen nun auf das zweite Viertelfinal-Match am Freitag hoffen.