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Sport Wintersport
09/14/2021

Corona-Streit: Heftiger Zweikampf vor dem Eishockey-Winter

Am Freitag beginnt die ICE Hockey League mit 14 Teams. Liga und Spieler-Gewerkschaft duellieren einander vor dem ersten Bully.

von Peter Karlik

Wie ein Damoklesschwert hängen die Corona-Prognosen über den Hallen der International Central European Hockey League (ICEHL). Beim Ligaauftakt am Freitag sollen die Hunderten Geisterspiele aus der vergangenen Saison vergessen sein. In den acht österreichischen Arenen gibt es kaum Einschränkungen, doch die Aussicht auf den Herbst trübt ein wenig die Stimmung.

Auch ein Konflikt zwischen Liga und Spielern sorgt für Aufregung. Denn die Hauptdarsteller sollten wie im Vorjahr einen Haftungsverzicht im Rahmen der Covid-Bestimmungen unterschreiben. Manche haben das getan, der Großteil der bei der Gewerkschaft „EishockeyspielerInnen Union“ organisierten Profis aber nicht. Ihnen wurde angedroht, dass sie bei der Liga keine Anmeldung bekommen, wenn sie nicht unterschrieben. Doch die Gewerkschaft sieht den Haftungsverzicht als „sittenwidrig“ an. Vor allem Spieler von Dornbirn, Linz, Villach und den Vienna Capitals verweigerten die Unterschrift.

Die Frage der Fahrlässigkeit

„Selbst wenn die Liga vorsätzlich oder grob fahrlässig an einer Covid-Erkrankung der Spieler Schuld trägt, will sie dafür keine Verantwortung übernehmen“, meint Union-Vorsitzender Alexander Tomanek. Das Angebot der Gewerkschaft, einen Zusatz zu erwirken, mit dem zumindest die Fahrlässigkeit aus dem Haftungsverzicht ausgenommen wird, blieb von der Liga unbeantwortet.

Die Frage, wer auf dem längeren Ast sitzt, sollte sich bald klären. Wenn aber beide Seiten auf stur schalten, dann können die ersten Puls24-Partien zwischen KAC und den Capitals (Freitag) sowie Villach gegen Linz (Sonntag) nicht stattfinden, weil keine Spieler angemeldet sind.

Liga-Präsident Jochen Pildner Steinburg kann die Aufregung nicht verstehen: „Wir wollen mit diesem Konzept die Spieler schützen. Sie sind unser wichtigstes Kapital. Wenn es grobe Fahrlässigkeit und Ansprüche geben würde, dann geht das sicher bei jedem Gericht durch.“

14 Teams am Start

Sollte dies bis zum Freitag geschehen, steht einer Meisterschaft mit einigen Neuerungen nichts im Weg. Mit Pustertal, Ljubljana und Znaim sind jetzt 14 Mannschaften aus sechs Nationen am Start. Das ermöglicht einen besseren Modus. Die ungeliebte Zwischenrunde fällt weg. Nach einer doppelten Hin- und Rückrunde mit 52 Partien für jedes Team geht es in die Pre-Play-offs in der die Teams von den Rängen 7 bis 10 die zwei restlichen Viertelfinalisten in Best-of-three-Serien ausspielen.

Salzburg und KAC, die Favoriten 

Die Favoriten sind die üblichen Verdächtigen: Salzburg hat massiv aufgerüstet und will den ersten Liga-Titel seit 2016 gewinnen. Der KAC hat die vergangenen beiden Meisterschaften 2019 sowie 2021 gewonnen und ist mit Sicherheit nicht schwächer geworden, wie die vier Siege in den vier Champions-League-Partien gezeigt haben. In der CHL schneiden die ICEHL-Vertreter richtig stark ab. Nach den vier Runden sorgten Salzburg, KAC und Bozen für Rang drei im Ligenranking.

Eine erfreuliche Nachricht gibt es auch von der finanziellen Seite: Dank des Sportligenfonds des Ministeriums konnten die coronabedingten Einnahmenausfälle ausgeglichen werden.

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