© REUTERS/ATHIT PERAWONGMETHA

Sport
07/26/2021

Turnen bei Olympia: Starkes Zeichen im Kampf gegen Sexualisierung

Die deutschen Turnerinnen traten im Mehrkampf bei den Olympischen Spielen im Ganzkörperanzug an.

von Silvana Strieder

Im April 2021 sorgte die Deutsche Sarah Voss mit ihrem langen Ganzkörperanzug bei der Kunstturn-Europameisterschaft in Basel bereits für Aufsehen. Kaum eine Sportlerin war vor ihr so mutig gewesen, die traditionelle Kleiderwahl abzustreifen und in den langen Turnanzug zu schlüpfen.

Damit kämpft die 21-Jährige gegen die Sexualisierung von Frauen im Sport – und sie ist nicht allein: Elisabeth Seitz, Kim Bui und Pauline Schäfer folgten ihrem Beispiel.

Gegen Sexualisierung

Gemeinsam mit Voss präsentierten sich die deutschen Turnerinnen am Sonntag beim Mehrkampf-Bewerb der Olympischen Spiele in Tokio im Ganzkörperanzug. Als Mannschaft haben sie ihr Ziel nicht erreicht und verpassten das Finale um 1,5 Punkte. Doch die Bilder vom Quartett in den knöchellangen Anzügen mit weißen Ärmeln und roten Hosenbeinen, gingen um die Welt.

New York Times

Selbst die US-amerikanische Tageszeitung New York Times berichtete darüber. In den USA wird der Turnsport mit Superstar Simone Biles, hochgeschätzt. Ein Millionenpublikum verfolgt die Sommerspiele vor den Bildschirmen. Voss und ihr Team waren sich zu Beginn nicht sicher, ob sie in Tokio im langen Ganzkörperanzug antreten sollen. Schlussendlich entschieden sie sich aber gegen die übliche Badeanzug-ähnliche Kleidung. Diese entsprach den Regeln des internationalen Turnverbands. „Es hat sich gezeigt, dass das einfach ein aktuelles und wichtiges Thema ist, das für alle Altersklassen hinweg bedeutsam ist, auch für alle Geschlechter“, sagt Voss, die in sozialen Medien viel Respekt und Lob erhielt.

Abseits von Olympia ging es den norwegischen Beachhandballerinnen vor Kurzem ähnlich. Beim EM-Spiel um Platz drei trugen sie kurze Shorts anstelle der üblichen Bikinihosen. Dies verstößt jedoch gegen die Regeln. Dort sind Bikinihosen mit hohem Beinausschnitt und maximaler Seitenbreite von 10 cm vorgeschrieben.

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Hilfe von Popstar Pink

Die Geldstrafe des europäischen Handballverbands EHF von 150 € pro Spielerin will die Sängerin Pink begleichen, die sehr stolz auf die Norwegerinnen und ihren Kampf gegen Sexismus ist.

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