Potapowa & Tagger: "Die jungen Mädchen haben jetzt wieder Vorbilder"

Österreichs Frauen-Chefin Marion Maruska spricht über den Lauf von Anastasia Potapowa in Madrid und die Bedeutung für das rot-weiß-rote Tennis.
In Topform: Anastasia Potapowa

Die Neo-Österreicherin Anastasia Potapowa ist derzeit in der rot-weiß-roten Sportszene mehr als nur gefragt. Nach ihrem überraschenden 7:6-6:4-Achtelfinalerfolg über die Weltranglisten-Zweite Jelena Rybakina ist sie die Überraschung beim WTA-1.000-Event in Madrid. Und vor allem ist sie ein Impuls für das heimische Tennis. 

TENNIS/ATP-TURNIER/ERSTE BANK OPEN: MARUSKA

Beeindruckt von Potapowa: Marion Maruska

Schon beim Upper Austria Ladies in Linz stand sie neben Lilli Tagger, gegen die sie im Viertelfinale siegte, mit dem Finaleinzug (dem ersten einer Österreicherin in Linz) im Fokus. "Ihre Erfolge und jene von Lilli sind enorm wichtig für das österreichische Tennis", sagt Marion Maruska, Frauen-Chefin und Sport-Koordinatorin beim Österreichischen Tennisverband und selbst ehemalige Top-50-Spielerin. "Jetzt haben vor allem wieder die jungen Spielerinnen zwei Spielerinnen mit Vorbild-Wirkung. Diese hatten wir bei den Mädchen in den vergangenen Jahren nicht, wir hatten keine wie einen Dominic Thiem."

Maruska glaubt, dass  Potapowa am Mittwoch im Viertelfinale von Madrid gegen die Tschechin Karolina Pliskova alle Chancen hat, ein Halbfinal-Ticket zu erobern. "Sie spielt ähnlich wie Rybakina, das sollte Anastasia liegen." Für Maruska war die Vorstellung gegen die Kasachin beeindruckend. "Sie verfügt nicht nur über gute Schläge, sondern spielt auch taktisch sehr klug. Anastasia kann auch den Tempowechsel perfekt und wittert ihre Chance. Das ist ihr gegen Rybakina besonders gut gelungen. Sie konnte sofort die Initiative übernehmen, traut sich derzeit auch sehr viel zu."

Lilli Tagger zog übrigens am Montag bei einem kleineren WTA-Turnier in Saint-Malo (Frankreich) ins Achtelfinale ein. 

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