Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Potapowa & Tagger: "Die jungen Mädchen haben jetzt wieder Vorbilder"

Österreichs Frauen-Chefin Marion Maruska spricht über den Lauf von Anastasia Potapowa in Madrid und die Bedeutung für das rot-weiß-rote Tennis. Besonders geholfen hat der 25-Jährigen das Linzer Turnier.
In Topform: Anastasia Potapowa

Die Neo-Österreicherin Anastasia Potapowa ist derzeit in der rot-weiß-roten Sportszene mehr als nur gefragt. Nach ihrem überraschenden 7:6-6:4-Achtelfinalerfolg über die Weltranglisten-Zweite Jelena Rybakina ist sie die Überraschung beim WTA-1.000-Event in Madrid. Und vor allem ist sie ein Impuls für das heimische Tennis. 

TENNIS/ATP-TURNIER/ERSTE BANK OPEN: MARUSKA

Beeindruckt von Potapowa: Marion Maruska

Schon beim Upper Austria Ladies in Linz stand sie neben Lilli Tagger, gegen die sie im Viertelfinale siegte, mit dem Finaleinzug (dem ersten einer Österreicherin in Linz) im Fokus. "Ihre Erfolge und jene von Lilli sind enorm wichtig für das österreichische Tennis", sagt Marion Maruska, Frauen-Chefin und Sport-Koordinatorin beim Österreichischen Tennisverband und selbst ehemalige Top-50-Spielerin. "Jetzt haben vor allem wieder die jungen Spielerinnen zwei Spielerinnen mit Vorbild-Wirkung. Diese hatten wir bei den Mädchen in den vergangenen Jahren nicht, wir hatten keine wie einen Dominic Thiem."

In den ersten Monaten als Österreicherin  trübte nicht nur eine Verletzung. Sondern auch das fehlende Selbstvertrauen, nachdem sie im Ranking abgestürzt war Da kam Linz, wo sie bereits 2023 gewonnen hatte, gerade richtig. Von Spiel zu Spiel kam die Lust dazu, der Lauf endete erst im Finale.

 „Ich glaube, dass ihr Linz sehr geholfen hat“, sagt die dortige Turnierdirektorin Sandra Reichel. „Sie hat es richtig genossen, erstmals als Österreicherin vor heimischer Kulisse zu spielen, man merkte ihr die Freude richtig an.“ Auch im Viertelfinale, als es ein bisserl schwieriger wurde, weil die Gegnerin Lilli Tagger war. „Es ist klar, dass das Publikum hinter der Jüngeren steht, es war aber dennoch sehr fair.“  Für Reichel war es spürbar, „Dass sich Anastasia in Wien und Linz wohlfühlt. Und dass sie weiß, dass sie Deutsch lernen muss und es auch tut.“

WTA 500 - Linz Open

Turnierchefin des Upper Austria Ladies Linz: Sandra Reichel

Maruska glaubt, dass  Potapowa am Mittwoch im Viertelfinale von Madrid gegen die Tschechin Karolina Pliskova alle Chancen hat, ein Halbfinal-Ticket zu erobern. "Sie spielt ähnlich wie Rybakina, das sollte Anastasia liegen." Für Maruska war die Vorstellung gegen die Kasachin beeindruckend. "Sie verfügt nicht nur über gute Schläge, sondern spielt auch taktisch sehr klug. Anastasia kann auch den Tempowechsel perfekt und wittert ihre Chance. Das ist ihr gegen Rybakina besonders gut gelungen. Sie konnte sofort die Initiative übernehmen, traut sich derzeit auch sehr viel zu."

Lilli Tagger zog übrigens am Montag bei einem kleineren WTA-Turnier in Saint-Malo (Frankreich) ins Achtelfinale ein. 

Alles über Tennis im Kurier

Elina Switolina besiegte im Finale von Rom US-Star Coco Gauff in drei Sätzen und holte ihren ersten WTA-1.000-Triumph. Die Ukrainerin hat auch einen Österreich-Bezug.
Weiterlesen
In der Fortsetzung des Semifinales von Rom schlug der Weltranglisten-Erste Sinner den Russen Medwedew und greift nach dem 5. Masters-Titel heuer.
Weiterlesen
Das Halbfinale zwischen Jannik Sinner und Daniil Medwedew wurde wegen Regens unterbrochen. Der erste Finalist steht schon fest.
Weiterlesen
Rom-Finalistin Elina Switolina unterstützt ihre Heimat. Die Ukrainerin will vor allem Kindern in der Heimat einen Traum schenken.
Weiterlesen
Mit seinem Viertelfinalerfolg in Rom über Andrej Rublew sicherte sich Jannik Sinner die nächste Bestmarke.
Weiterlesen

Kommentare