Haas of Germany returns the ball to Slovakia's Miloslav Mecir during their second round match for the Erste Bank Open ATP tennis tournament in Vienna, Austria, 17 October 2013. EPA/HERBERT PFARRHOFER

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Tennis
10/17/2013

Mit 35 ist noch lange nicht Schluss

Tommy Haas schlägt im Wien-Viertelfinale Miloslav Mecir jun.

von Harald Ottawa

Und wie der Haas noch läuft. Der Dauergast in der Wiener Stadthalle wird zumindest auch Freitag noch eine Kostprobe seines Könnens anbieten: Der 35-Jährige schlug am Donnerstag im Rado-Achtelfinale den Slowaken Miloslav Mecir (das ist der 25-jährige Sohn des ehemaligen Topspielers) 7:5, 7:6. „Wenn man gegen die Kinder ehemaliger Topspieler antritt, merkt man erst wie alt man ist“, sagt Haas, der am Freitag auf den auch schon 34-jährigen Tschechen Radek Stepanek trifft.

Tommy Haas ist die letzte deutsche Größe der Post-Becker-Ära. Obwohl der Dauerrenner vor elf Jahren die Nummer zwei der Welt war, bekamen er und sein Landsmann Nicolas Kiefer (Nummer vier) niemals die Aufmerksamkeit, die Boris Becker und Michael Stich erhielten. Und das, obwohl er fünf Mal in einem Grand-Slam-Endspiel stand. „Klar wirst du immer gemessen an der Legende Becker. Aber das musst du ausblenden“, sagt Haas, der damit auch ein Melzer-Schicksal teilt. Auch der Niederösterreicher, immerhin schon einmal die Nummer acht der Welt, wurde stets mit Thomas Muster verglichen.

Beide spielen noch. Jürgen Melzer musste sein Jahr aufgrund einer Schulterverletzung beenden, denkt aber ebenso wenig an ein baldiges Karriere-Ende wie Haas.

Dieser hat sich im Spätherbst seiner Karriere noch einmal so richtig reingebissen. Nummer zwölf ist Haas derzeit und hat noch Chancen auf eine Teilnahme beim ATP-Finale im November. „Tommy ist ein unfassbar harter Arbeiter, der sich auch jetzt noch ständig verbessern will. Mittlerweile ist er auch ruhiger“, sagt sein Coach Ulf Fischer, seit Beginn des Jahres sein Coach.

Der Österreicher Haas

Mit Österreich verbindet Haas doch recht viel, nicht nur weil er zum elften Mal Gast in der Stadthalle ist (2001 siegte er). Manager des ältesten Top-100-Spieler ist der Salzburger Edwin Weindorfer, Vater Peter Haas stammt aus Graz.

Irgendwie ist Haas doch ein halber Österreicher, auch wenn er in Florida lebt.

Rückblick: Tennis-Stars in der Stadthalle

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