© REUTERS/Lisi Niesner

Sport
03/01/2020

Schanze frei für das 1.000 Springen: 40 Jahre Weltcup im Rückblick

In Lahti findet heute der 1.000. Bewerb statt. Die wichtigsten Stars, Namen und Zahlen rund um das runde Jubiläum.

von Christoph Geiler, Günther Pavlovics

Der Skisprung-Weltcup feiert an diesem Sonntag in Lahti ein rundes Jubiläum. Auf der Salpausselkä-Schanze findet das 1.000. Einzelspringen seit Einführung des Herren-Weltcups statt. Stefan Kraft geht als Weltcupleader in den Wettkampf, im gestrigen Teambewerb landeten die Österreicher auf dem dritten Rang.

Der erste Sieger Einem Österreicher war es vorbehalten, sich als erster Weltcupsieger in die Geschichtsbücher einzutragen. Toni Innauer gewann am 27. Dezember 1979 in Cortina vor den ÖSV-Kollegen Hubert Neuper und Alfred Groyer.

Der erste Gesamtsieger Hubert Neuper gewann in der Auftaktsaison vier Bewerbe, Armin Kogler sogar fünf. Am Ende lag der Steirer aber 18 Punkte vor dem Tiroler und hatte noch 17 Streichpunkte (nur die besten 12 Platzierungen wurden gewertet). Weltcuppunkte gab es damals von Platz 1 bis Platz 15, der Sieger bekam 25 Zähler. Aktuell bekommt der Sieger 100 Punkte, der 30. einen.

Die meisten Gesamtsiege Der verstorbene finnische Überflieger Matti Nykänen holte wie Adam Malysz (POL) vier Mal den Gesamtweltcup. Andreas Goldberger ist mit drei Erfolgen bester Österreicher.

Der Rekord-SiegerMit 53 Weltcupsiegen ist Gregor Schlierenzauer vor Nykänen (46) die Nummer eins. Im Österreicher-Ranking folgen Cheftrainer Andreas Felder (25), Thomas Morgenstern (23) und Stefan Kraft (21). In den bisherigen 999 Bewerben stellte Österreich 256 Mal den Sieger und führt vor Finnland (151).

Die Preisgelder In den Anfangsjahren erhielten die Skispringer vor allem Sachpreise. „Sogar ein Schweißgerät war einmal dabei“, erinnert sich Ernst Vettori. Heute gibt’s Preisgeld für die Top 30, der Sieger erhält 10.000 Franken.

Der Stockerlspezialist Janne Ahonen (FIN) landete 108 Mal auf dem Siegespodest, es folgen der Pole Adam Malysz (92) und Gregor Schlierenzauer (88).

Die GroßschanzenDas Gros der Springen fand auf Großschanzen statt (714), dazu kommen 159 Bewerbe auf Normalschanzen und 127 Skifliegen.

Revolution V-Stil Einem Absprungfehler von Jan Boklöv hat das Skispringen den V-Stil zu verdanken. Mit der neuen Technik gewann der Schwede am 10. Dezember 1988 in Lake Placid sein erstes Weltcupspringen und 1989 sogar den Gesamtweltcup. Ab 1990 stellten alle Springer vom Parallel- auf den V-Stil um, seit 1992 gibt es keine Punkteabzüge mehr.

Die Alleskönner Nur acht Springern gelang es, im Parallel-Stil und im V-Stil Weltcupsiege zu feiern. Darunter sind mit Ernst Vettori, Heinz Kuttin, Andreas Felder und Stefan Horngacher vier Österreicher.

Würdige Bühne Der 1.000. Weltcupbewerb hätte eigentlich schon in Rasnov stattfinden sollen. Da in dem Winter aber zwei Wettkämpfe ausgefallen sind, wird das Jubiläum nun passenderweise in Lahti gefeiert. An keinem Ort machten die Springer im Weltcup häufiger Halt (57 Springen). Seit 1979 besuchten die Adler 59 Weltcuporte in Europa, Asien und Nordamerika.

Der Punkterekord Peter Prevc sammelte in der Saison 2015/16 in 29 Bewerben 2.303 Punkte. Der Slowene hält seit damals auch den Rekord für die meisten Siege in einer Saison – 15.

Der älteste Sieger Wer, wenn nicht er. Noriaki Kasai gewann am 29. November 2014 in Ruka. Der Japaner war an diesem Tag 42 Jahre, fünf Monate und 23 Tage alt. Damit war er vier Jahre älter als Landsmann Takanobu Okabe bei dessen Sieg 2009 in Kuopio.

Der jüngste Sieger Der Kanadier Steve Collins war bei seinem Sieg am 9. März 1980 in Lahti 15 Jahre, elf Monate und 26 Tage alt. Nur drei Monate älter war Thomas Morgenstern bei seinem ersten Sieg am 11. Jänner 2003 in Liberec.

Der größte Abstand Andreas Felder hält immer noch den Rekord für den größten Punktevorsprung: Bei seinem Sieg am 14. März 1987 in Planica lag der Tiroler 47,5 Punkte vor dem Norweger Ole Gunnar Fidjestoel.

Der weiteste Sprung Stefan Kraft landete 2017 beim Team-Skifliegen in Vikersund bei 253,5 Metern. Damit verbesserte er den Weltrekord, den nur kurz vor ihm der Norweger Robert Johansson auf 252 Meter verbessert hatte. Der Russe Dmitiri Wassiljew konnte 2015 in Vikersund einen Flug auf 254 Meter nicht stehen.

Fünf Serien-StarsNoch nie konnte ein Skispringer mehr als sechs Wettkämpfe in Folge gewinnen. Sechs Mal am Stück waren die Finnen Janne Ahonen (2004/’05) Matti Hautamäki (2005), die Österreicher Thomas Morgenstern (2007) Gregor Schlierenzauer (2009) und zuletzt der Japaner Ryoyu Kobayashi (2018/2019) erfolgreich.

Die Damen Am 3. Dezember 2011 gab es den ersten offiziellen Weltcupbewerb im Damen-Skispringen. Die US-Amerikanerin Sarah Hendrickson gewann in Lillehammer die Premiere. Erste heimische Siegerin war Daniela Iraschko-Stolz 2012 in Hinzenbach.

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