Mission geglückt: Österreich spielt bei der Handball-WM 2025

Österreich setzte sich gegen Georgien durch und spielt bei der WM
Mit einem klaren Sieg in Wien gegen Georgien qualifizierte sich das Team von Ales Pajovic für das Turnier im Jänner.

Es ist vollbracht, Österreich wird Teil der Handball-Weltmeisterschaft 2025 sein. Das Team von Trainer Ales Pajovic besiegte am Sonntag Georgien mit 37:31. Nach dem 27:25-Auswärtssieg in Tiflis wurde die Qualifikation letztlich doch souverän geschafft. Das Turnier ab 14. Jänner 2025 wird in Dänemark, Norwegen und Kroatien ausgetragen. Für Österreich wird es bei der 29. Herren-WM die sechste Teilnahme sein.

Im vergangenen Jänner hatte das Herren-Team bei der EM in Deutschland groß aufgespielt. Damals schaffte Österreich sensationell den Aufstieg in die Hauptrunde. Am Ende wurde es Rang 8 unter 24 Nationen, in Österreich wurde eine kleine Handball-Euphorie ausgelöst, inklusive Einladung für Tormann Constantin Möstl in die ZiB2 zu Armin Wolf.

Die Begeisterung um das Team war auch am Sonntag noch spürbar. 5.000 Zuschauer machten eine großartige Stimmung in der Steffl Arena. In jener Halle, in der eine Woche zuvor noch die Eishockey-Stars von Kanada 5:1 gegen Österreich gewonnen hatten.

So wie Kanada auf dem Eis wurde auch Österreich auf dem darüber liegenden Handball-Belag seiner Favoritenrolle gerecht. „Wir wissen, was wir machen müssen", hatte Teamchef Pajovic schon vor der Partie gesagt. "Besser spielen, gewinnen und uns für die WM qualifizieren.“ Tatsächlich fand Österreich nach ein paar Minuten zu konzentriertem Spiel. Nach drei Toren in Folge lag man nach acht Minuten 5:2 voran, Bilyk stellte mit seinem ersten Tor nach 15 Minuten auf 12:9. 

Starker Widerstand

Doch die Georgier leisteten Widerstand und ließen sich kaum abschütteln. Vor allem, weil auf der georgischen Seite ein Spieler herausstach: Nach nur 13 Minuten hatte der sprunggewaltige Linkshänder Tskhovrebadze, berüchtigt für seinen beidbeinigen Sprungwurf, schon vier Treffer auf seinem Konto. Die Georgier zeigten zwar in Folge, dass sie offensiv mithalten können, doch defensiv offenbarten sie Schwächen. Der Rückstand auf die Gastgeber wuchs bis zur Pause auf vier Tore heran - 17:21. 

Zufrieden war Lukas Hutecek zu diesem Zeitpunkt noch nicht: "Wir haben hinten einige Probleme, das müssen wir verbessern. Im Vergleich zum Hinspiel machen wir dafür vorne die Tore rein."

In der zweiten Halbzeit legte Österreich immer wieder vor, doch Georgien erwies sich als lästiger und körperlich starker Gegner. Erst als der bullige Kreisläufer Tobias Wagner mit dem Tor zum 32:27 Österreich mit fünf Toren in Führung schoss, war 11 Minuten vor dem Ende klar, dass Österreich sich die WM nicht mehr nehmen lassen würde. 

"Wir freuen uns extrem, dass wir den Schritt zur WM gemacht haben", sagte Mykola Bilyk. "Im Angriff waren wir deutlich stärker heute und haben unsere Chancen reingemacht. Die ganze Mannschaft hat einen tollen Job gemacht."

"Das macht riesen Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen", jubelte Tobias Wagner. "Das gibt wirklich Kraft. Denn wir wussten, dass Georgien eine gute Mannschaft hat. Die Qualifikation ist aber nie in Frage gestanden."

Teamchef Ales Pajovic sagte: "Die Jungs haben gut gearbeitet und das gemacht, was wir gesagt haben. Geile Halle, super Stimmung. Wir sind wieder dabei! Wir wussten, dass wir besser sind. Das haben wir gezeigt."

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