© EPA/Robert Perry

Sport Fußball
03/28/2021

Was es für den Pflichtsieg des ÖFB-Teams gegen die Färöer braucht

Die Zutaten für einen klaren Erfolg der Österreicher liegen im Spieltempo, der Präzision, aber auch am Gegenpressing.

von Alexander Strecha, Andreas Heidenreich

Kaum war die erste Enttäuschung nach dem 2:2 von Glasgow verdaut, sprach Teamchef Franco Foda kampfeslustig von einem Pflichtsieg daheim in Wien am Sonntag (20.45) gegen die Färöer. „Auch wenn solche Spiele generell schwierig sind.“

Weil es die vermeintlich „Kleinen“ nicht mehr gebe, weil jedes schwächere Team heutzutage extrem gut strukturiert und taktisch gut ausgebildet sei. Weil der Gegner bei der klaren Rollenverteilung ohnehin nichts zu verlieren, aber an Ruhm und Ehre einiges zu gewinnen habe.

Und weil der Favorit, diesmal Österreich, dringend die drei Punkte benötigt, um auf dem Weg zum gesteckten Ziel, die Teilnahme an der WM 2022, nicht schon frühzeitig in der Quali ins Hintertreffen zu geraten.

Foda kündigte Rotation in der Startelf an, um Kräfte zu schonen und auch neue Kräfte freizusetzen. Die Startformation möchte er an drei bis vier Positionen verändern. Es ist auch davon auszugehen, dass er von einer Dreier- auf eine Viererabwehr umstellen wird, weil man gegen die Färöer einerseits keine drei Innenverteidiger benötigen sollte und andererseits das Spiel mit Ball in die Breite ziehen und die Flanken besser besetzen muss.

Damit man also gegen die Färöer nicht wie im Jahre 1990 ein blaues Wunder erlebt, müssen im eigenen Spiel folgende Dinge stimmen, auch um sich selbst den Fußballabend zu erleichtern.

  • Tempo

„Wir müssen viel Tempo auf die Wies’n bringen.“ Christoph Baumgartner, kreativer Edeltechniker aus Hoffenheim, weiß, dass man den Gegner damit besonders gut beschäftigen kann. „Dafür müssen wir auch den Ball laufen lassen, dürfen dem Gegner keine Zeit geben.“ Das beginnt im Idealfall schon im Spielaufbau, der nicht nur laut Foda in Glasgow zu langsam gestaltet wurde. Möglich, dass deshalb auch Gernot Trauner diesmal eine Chance von Beginn an erhält.

  • Bewegung

Wie gute Bewegung zwischen den gegnerischen Formationslinien funktioniert, hat das Nationalteam unter Franco Foda schon einmal eindrucksvoll bewiesen – beim 6:0 in Salzburg gegen Lettland im September 2019, wo man den Gegner durcheinanderwirbelte und die sich von Beginn an bietenden Chancen nützte. Positionswechsel, vor allem in der Offensive, sind vonnöten, um eine gewisse Statik im eigenen Spiel gleich ins Abseits zu stellen. Diesbezüglich wäre Marcel Sabitzer ein wichtiger Mann, sofern er fit ist.

  • Präzision

Je enger der Raum wird gegen einen kompakt verteidigenden Gegner, desto präziser muss das eigene Spiel werden. Nur wenn die Kombinationen punktgenau über mehrere Stationen vorgetragen werden, bieten sich irgendwann Raum und Möglichkeit, um für Torgefahr zu sorgen. Die notwendige Präzision im Passspiel wird aber vor allem dann leichter herzustellen sein, wenn auch das Positionsspiel verbessert wird. Zuletzt hatte man im Herbst, aber auch am Donnerstag, diesbezüglich viel Luft nach oben. Foda erwartet die Färöer in einer 4-4-2-Formation und dürfte dieser mit einem 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 entgegentreten. Damit wäre Österreich im Zentrum personell in Überzahl.

  • Kreativität

„Wir müssen in der Offensive Lösungen finden“, sagt Foda. Dafür braucht es neben dem bereits erwähnten Passspiel auch Spieler, die für besondere Momente sorgen können, sprich Dribblings suchen und Qualitäten im eins gegen eins haben. Neben Baumgartner können das auch Louis Schaub und Alessandro Schöpf. Vor allem aber kann es auch Yusuf Demir. Ob der 17-Jährige zu seinem Teamdebüt kommt?

  • Gegenpressing

Auch gegen die Färöer braucht es nicht nur offensive Ambitionen. Da es auch Ballverluste geben wird, braucht es ein aggressives Gegenpressing, um die Kugel möglichst schnell wieder in den eigenen Reihen zu haben. Durch die dann entstehende Dominanz kann der Gegner müde gespielt werden.

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