© REUTERS/JOHANNA GERON

Sport Fußball
03/27/2021

Österreichs Fußballer tanzen nach der Pfeife von Kateryna Monsul

Die Ukrainerin leitet das Spiel der Österreicher gegen die Färöer im Prater.

Wenn am Sonntag um 20.45 der Anpfiff zum Spiel gegen die Färöer erfolgt, dann wird dieser erstmals in der Geschichte des österreichischen Nationalteams von einer Frau vorgenommen. Kateryna Monsul, 39-jährige Ukrainerin, wird das Spiel im Prater leiten.

„Sie wird ihr Bestes geben und ihre Sache gut machen“, ist sich Aleksandar Dragovic sicher. Ob ein Mann oder eine Frau pfeife, sei ihm egal. Für den Verteidiger ist die Situation ohnehin nicht neu, machte er doch in der deutschen Bundesliga bereits Bekanntschaft mit Bibiana Steinhaus, die als erste Frau im deutschen Männer-Oberhaus Spiele leiten durfte.

Auf internationalem Terrain war ihr das im Vergleich zu Monsul nicht vergönnt. Vielleicht hat sie dafür ihre Karriere nur eine Spur zu früh beendet im vergangenen Sommer. Denn seither erhalten Schiedsrichterinnen seitens der UEFA vermehrt eine Bühne im professionellen Männer-Fußball.

Königsklasse

Besondere Beachtung im Zuge dessen erhielt Stephanie Frappart, als sie am 2. Dezember als erste Frau sogar ein Spiel der Champions League zwischen Juventus Turin und Dynamo Kiew leiten durfte.

Bereits ein Jahr zuvor war die Französin mit der Leitung des UEFA-Super-Cup-Finales zwischen Liverpool und Chelsea in Istanbul betraut gewesen, wo sie Tags zuvor sogar bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

In die Champions League schaffte es Kateryna Monsul noch nicht, allerdings durfte die aus Charkiw stammende Unparteiische bereits ein Spiel in der Europa-League-Gruppenphase leiten. Bei der Partie zwischen Gent und Slovan Liberec am 3. Dezember wurde es dabei mit neun Gelben Karten mitunter auch turbulent.

Ob das Gastspiel der Färöer eine ähnlich umkämpfte Partie wird? Die Österreicher wollen jedenfalls Haltung bewahren. Foda: Gegenüber einer Dame ist man immer freundlicher, keine Frage.“

Um einen völligen Fehlstart zu vermeiden, muss Teamchef Willibald Ruttensteiner am Sonntag im Heimspiel mit Schottland punkten. Am Donnerstag war der Oberösterreicher mit den Israelis mit einer 0:2-Heimniederlage in die Qualifikation gestartet.

Gegen den Favoriten der Gruppe aus Skandinavien war man nahezu chancenlos, gegen die Briten müsste – vor allem in einem Heimspiel – etwas möglich sein. Wie zuletzt spielt Israel im Bloomfield-Stadion in Tel Aviv, 5.000 geimpfte Fans dürfen wieder ins Stadion. Ob sie auch kommen? Viele Kinder werden vermutlich nicht im Stadion sein. Anpfiff ist zeitgleich mit dem Spiel der Österreicher um 20.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Doch in Tel Aviv ist es da schon 21.45 Uhr.

Israel kann sich jedenfalls revanchieren. Bereits im Vorjahr war man nicht nur in der Nations League zwei Mal auf die Schotten getroffen, sondern auch im Play-off-Halbfinale der EM-Qualifikation. Dabei setzten sich die Briten mit 5:3 im Elfmeterschießen durch und qualifizierten sich später auch noch durch einen Sieg in Serbien für die EM.

Dänemark trifft bereits um 18 Uhr MEZ in Herning auf Moldawien. Von einer Überraschung sollte man nicht zwingend ausgehen.

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