London calling: (Mindestens) sieben EM-Spiele gibt’s im Wembley

© Pool via REUTERS/ANDREW COULDRIDGE

Sport Fußball
03/22/2021

Trotz Corona: Warum die EURO 2021 tatsächlich stattfinden wird

24 „Team-Blasen“ bereisen zwölf Nationen und spielen vielleicht sogar vor Publikum. Zur Not gibt es ein regionales EM-Turnier.

von Alexander Huber, Alexander Strecha

Am 17. März wurde die EM verschoben. Allerdings jene von 2020, nicht die von 11. Juni bis 11. Juli 2021 geplante EURO. 53 Wochen später gilt: Die Endrunde wird stattfinden können, obwohl sich quer über Europa die dritte Corona-Welle aufbaut. Die UEFA ist wild entschlossen, das Turnier wie ausgelost erstmals in zwölf Ländern auszutragen. Das hat der Verband beim letzten Online-Meeting bekräftigt.

ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold bestätigt: „Unser Informationsstand ist, dass die EURO wie geplant durchgeführt wird. Dies ist auch das einzige Szenario.“ Wie das trotz Pandemie gehen soll? Das auf 24 Nationen ausgeweitete Teilnehmerfeld soll 24 „Team-Blasen“ bilden. Die Mannschaften werden wie beim Europacup mit vielen PCR-Tests sowie Ein- und Ausreisesondergenehmigungen über den Kontinent düsen.

6 Flüge trotz Corona

Für Österreichs Gruppe heißt das: Am 13. Juni in Bukarest gegen Nordmazedonien, am 17. Juni in Amsterdam gegen die Niederlande und am 21. Juni wieder in Bukarest gegen die Ukraine.

Zur Corona-Situation meint ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer: „Der Vorteil könnte die Sommerzeit mit den höheren Temperaturen sein, außerdem wird es bis dahin eine höhere Impfrate geben. Aber der Aufwand wird freilich ein sehr großer sein.“

Nur wenn es gar nicht anders gehen sollte, würde ein Notfallplan zum Einsatz kommen. So wie die Finalturniere für Champions und Europa League 2020 könnte das Turnier kurzfristig in eine Region verlegt werden. Im Ruhrpott wären die Teams mit dem Bus rasch in den vielen nahen Stadien (Dortmund, Schalke, Düsseldorf, Köln, Leverkusen).

London ohne Risiko

Noch weniger Risiko gäbe es in London: Neben den vielen perfekten Spielorten wären in Englands Hauptstadt im Juni auch schon (fast) alle, die mit den „Team-Blasen“ in Berührung kommen (Hotel-Mitarbeiter, Stadion-Bedienstete) durchgeimpft.

Das Angebot von Russland, der UEFA aus der Patsche zu helfen, dürfte allein an der politischen Dimension dieser Frage scheitern.

Fans mit dabei?

Die Optimisten rechnen hingegen damit, dass die erste überregionale EURO sogar vor Zuschauern ausgespielt wird. Fans aus Österreich sollten sich keine Hoffnungen machen, aber geimpftes (oder zumindest getestetes) Publikum aus dem Land des Spielorts ist möglich. Die Anzahl der zugelassenen Zuschauer würde von der lokalen Corona-Situation abhängen.

Auch hier ist Großbritannien im Vorteil. Die sieben Spiele im Wembley Stadium könnten stimmungsvoll werden.

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