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Sport
03/20/2021

Watford-Tormann Bachmann und sein Traum von der EURO

Der 26-jährige Wiener steht erstmals seit 2017 wieder im Kader des Nationalteams.

von Alexander Strecha

„Endlich ist es so weit.“ Daniel Bachmann hatte sich in der Vergangenheit öfters in Geduld üben müssen, nun erhält der Torhüter von Watford aus der englischen Championship für die an den Tag gelegte Tugend den Lohn serviert mit der Einberufung ins Nationalteam.

Das Gastspiel in der kommenden Woche in Glasgow gegen Schottland zum Auftakt der WM-Qualifikation ist für den 26-jährigen Wiener aus mehreren Gründen ein emotional besonderes Duell. Als England-Legionär kennt er nicht nur einige Spieler des Gegners, sondern vor allem den schottischen Teamchef Steve Clarke, mit dem er in seiner Karriere einen erfolgreichen Weg gemeinsam gegangen ist.

Clarke war Bachmanns Trainer bei Kilmarnock. „Ich freue mich auf das Wiedersehen, vor allem, weil wir eine erfolgreiche Zeit erlebt haben damals.“ Kilmarnock wurde Dritter, Bachmann flog mit starken Leistungen ins Rampenlicht. Nur nicht ins Nationalteam, da er danach zu seinem Stammverein Watford zurückmusste, aber nicht zur Nummer 1 ernannt wurde.

Aktuell ist alles anders. „Es passt endlich“, zeigt sich der 1,91 Meter große Goalie erleichtert und erfreut. Als Watford auf Rang neun stand, erhielt Bachmann seine Chance. Auch dank seiner Leistungen kletterte Watford bis auf den aktuellen zweiten Platz, der Aufstieg in die Premier League wird immer realistischer. „87 Punkte sollten reichen“, rechnet Bachmann vor. Watford hält aktuell bei 72 Zählern.

Leistungsstark

Nicht weniger als acht Mal blieb der Wiener ohne Gegentor, zuletzt hielt er beim 4:1 über Rotherham einen Elfmeter. Leistungen, die auch dem ÖFB nicht verborgen blieben. Tormann-Trainer Robert Almer analysierte jede Partie seines Kandidaten. Bachmann: „Ich kann mich nur über meine Leistungen anbieten, letztlich entscheidet der Trainer. Natürlich wollte ich immer im Team dabei sein.“ Zumal er in der sechstbesten Liga Europas im Einsatz ist, demnächst vielleicht in der besten der Welt.

Seine A-Team-Karriere gestaltete sich bisher überschaubar. Sieben Mal stand Bachmann im Kader, nach wie vor wartet er auf sein erstes Länderspiel. Zuletzt war er im Jahr 2017 Teil des Nationalteams. Wäre jetzt nicht die Einberufung erfolgt, „dann wäre es mit der EURO wohl fix vorbei gewesen“, weiß der Torhüter, der nun seine Chance ergreifen und sich weiter empfehlen möchte.

Keine klare Sache

Die Konkurrenz ist zwar quantitativ groß mit bis zu zehn möglichen Kandidaten, doch qualitativ hat sich unterm Strich noch keine klare Nummer 1 herauskristallisiert. LASK-Torhüter Alexander Schlager war auf dem besten Weg dorthin, ehe ihn Verletzungen vorübergehend aus dem Rennen warfen. In den vergangenen sechs Länderspielen hütete Routinier Pavao Pervan das österreichische Tor. „Natürlich möchte ich gerne mit zur EURO fahren“, sagt Bachmann und hofft, spät aber doch auf den Zug aufspringen zu können.

Sein Frühjahr bleibt auf alle Fälle turbulent mit dem Restprogramm in der zweiten englischen Liga. „Mit dem Aufstieg beschäftigen wir uns noch nicht, dafür sind noch zu viele Spiele ausständig. Aber wir wissen, dass wir nicht mehr weit entfernt sind.“

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