Erfolgreich: Rapid unter Trainer Kühbauer

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Sport Fußball
06/18/2020

Siegesserie von Rapid: Der fliegende Wechsel wird perfektioniert

Viele Verletzte? Der Nachwuchs ist bereit. Probleme mit dem System? Plan B sitzt. Über ungewohnte Stärken der Rapidler.

von Alexander Huber

Jahrelang wurde Rapid vorgeworfen, keinen Plan B zu haben. Das Ballbesitzspiel unter Ex-Trainer Zoran Barisic war von 2013 bis 2016 nur der Red-Bull-Power unterlegen, zweite Plätze wurden zur Gewohnheit. Und Rapid galt zunehmend als ausrechenbar.

Danach gab es viele Wege, keiner führte zum Erfolg in Grün. Aktuell ist Rapid für die Gegner schwer auszurechnen – und offensichtlich nicht mehr auszuspielen. Vier Siege in Folge gab es mit dem viel zu niedrig ausgefallenen 1:0 in Hartberg. Die Torhüter Nr. 2 (Knoflach) und Nr. 3 (Gartler)  standen dabei im Kasten, es mussten aber kaum Tormöglichkeiten pariert werden.

Der einzige Gegentreffer fiel gegen den WAC – wie immer in dieser Saison – nach einem Liendl-Freistoß.

Das eigene Offensivspiel funktionierte in der Steiermark besser als zuletzt, dafür fehlte plötzlich die Effizienz. Vor allem Koya Kitagawa erwischte einen ganz unglücklichen Auftritt.

Flott umgestellt

Problem war das aber keines – weil erneut der fliegende System-Wechsel funktionierte. Wieder einmal war Plan B zur Stelle. Arase wurde nach einer Viertelstunde von Kainz ausgeknockt, Kitagawa kam und das 4-2-3-1 hatte ausgedient. Mit dem 3-5-2 war die Partie unter Kontrolle, Leo Greiml (18) organisierte die Dreierkette souverän, und bis auf die Chancenauswertung passte bei den Hütteldorfern alles.

Trainer Didi Kühbauer spricht nicht so gerne über Systeme. Deswegen ist von ihm auch kein Selbstlob für das mittlerweile mühelose Switchen zwischen zwei Systemen zu erwarten.

Fest steht: Außer dem fehlenden Plan B war dem Trainer Barisic viel weniger vorzuwerfen, als damals in Hütteldorf zu hören war.  Nach seiner Rückkehr als Sportdirektor sieht Barisic zwar weniger Dominanz, dafür aber einen Plan B, der Rapid laufend Pluspunkte bringt.

Nicht nur beim System wird gewechselt – bei den Spielern muss gewechselt werden. „Es stehen einige MRs an“, sagte Kühbauer nach dem Sieg in Hartberg. Damit sind Magnetresonanzuntersuchungen gemeint. Bei Knoflach, Fountas und Arase muss abgeklärt werden, ob die Verletztenliste für längere Zeit länger wird.

Keine längeren Pausen?

Anders als in Salzburg (mit dem Trio Dibon, Sonnleitner und Murg) gibt es vor dem Wiedersehen mit Hartberg am Sonntag die Hoffnung, dass keine längeren Pausen anstehen.

„Dass wir mit so vielen Umstellungen trotzdem gewinnen, zeigt, wie gut wir als Mannschaft sind“, meint  Stefan Schwab. Der Kapitän wird erneut eine neu zusammen gestellte Mannschaft aufs Feld führen.

Vielleicht ist ja auch der nach seinen Einwechslungen stets bärenstarke Yusuf Demir als 17-Jähriger erstmals in der Startelf dabei.

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