Bei Rapid (Schwab, rechts) gegen Hartberg (Nimaga) wird mit Toren nie gegeizt.

© APA/EXPA/THOMAS HAUMER

Sport Fußball
06/17/2020

Noch vor Salzburg: Rapid ist 2020 die Nummer eins der Liga

Bundesliga-Tabelle seit Jahresbeginn: Die Rapidler haben am meisten gepunktet. Die steirischen Klubs kassierten die meisten Pleiten.

von Alexander Huber

Acht Runden wurden seit dem Beginn dieses ungewöhnlichen Fußballjahres absolviert. Dass 2020 für den LASK mit vier Siegen in vier Ligaspielen perfekt begonnen hat, scheint durch die Corona-Pause und den Aufregungen in dieser weiter zurückzuliegen als es tatsächlich der Fall ist.

Der KURIER hat vor der 27. Runde ein Jahresranking erstellt – unabhängig von Punkteabzügen, -halbierungen und der Teilung der Liga in zwei Gruppen. Der überraschende Zwischenstand: Rapid führt die Tabelle von 2020 mit 17 Punkten an, Salzburg folgt mit 16 Zählern. Trotz des Fehlstarts in die Meistergruppe liegt der LASK (13) noch auf Rang 3.

Es folgen Altach und WSG Tirol, die mit den Leistungen in diesem Jahr zum Sprung in die obere Tabellenhälfte angesetzt hätten.

Wie würde das Jahresranking (vor Runde 27) unabhängig von Punkteabzügen, -halbierungen und der Teilung der Liga in zwei Gruppen aussehen?

1. Rapid - 17 Punkte aus 8 Spielen
2. Salzburg  - 16 Punkte
3. LASK - 13 Punkte (+5 Torverhältnis)
4. Altach - 13 Punkte (+3 Torverhältnis)
5. WSG Tirol - 12 Punkte
6. WAC - 11 Punkte (+3 Torverhältnis)
7. Austria - 11 Punkte (+2 Torverhältnis)
8. Mattersburg - 9 Punkte
9. Admira - 8 Punkte
10. Sturm - 7 Punkte (-9 Torverhältnis)
11. Hartberg - 7 Punkte (-14 Torverhältnis)
12. SKN St. Pölten - 6 Punkte

Im Mittelfeld liegen der WAC und die Austria. Die meisten Pleiten (jeweils fünf) setzte es für die steirischen Klubs. Sowohl Sturm als auch Hartberg kommen nur auf sieben Zähler. Vor Runde 27 hatte lediglich St. Pölten mit sechs Punkten eine schlechtere Bilanz. Dafür konnten die Hartberger mit den Siegen beim LASK und WAC spektakuläre Highlights bieten.

Die Schauplätze der Runde

Gegen Rapid kündigt sich laut Statistik heute ein Torfestival in der Meistergruppe an:

  • Hartberg – Rapid

37 Tore sind in den sieben Duellen bislang gefallen, also mehr als fünf im Schnitt. Mindestens zwei Treffer sind den Hartbergern gegen Rapid bislang gelungen. Es wartet also eine echte Herausforderung auf die neue Hütteldorfer Defensivstärke (ohne den gesperrten Abwehrchef Ljubicic).

„Hartberg spielt jeden Ball von hinten raus – nach dem Motto hopp oder tropp“, erklärt Rapid-Kapitän Stefan Schwab die Torflut.

Das Selbstvertrauen stimmt nicht nur wegen des Jahresrankings. Eine Teilung der Tabelle in jeweils 13 Runden ergibt, dass die Wiener in der zweiten Saisonhälfte mit 28 Punkten ebenfalls vor Salzburg (25) und dem LASK (23) führen. „Und das trotz unserer vielen Ausfälle“, freut sich Schwab.

  • WAC – Salzburg

Eine Trophäe könnten die Wolfsberger Salzburg entreißen: Shon Weissman hat mit 25 Toren in 25 Einsätzen einen Liga-Rekord aufgestellt und plant einen Sommer-Transfer.

Doch auch Patson Daka könnte zum Dabbur-Nachfolger werden. Der Salzburger aus Sambia erinnert mit seiner Torquote an Vorgänger Haaland und hält nach neun Treffern 2020 bei 23 Toren.

  • LASK – Sturm

Das Abendspiel ist aufgrund der Ausbeute nach der Corona-Pause nicht das Topspiel. Dafür steht der Bundesliga ein besonders langes Nachspiel bevor. Dem KURIER wurde bestätigt, dass Dienstagmittag der angekündigte Protest gegen die sechs Strafpunkte noch nicht eingegangen ist.

Der LASK reizt die Frist also bis zum letztmöglichen Tag aus. Nach einem Urteil des Protestkomitees wartet das Neutrale Schiedsgericht als letzte nationale Instanz.

In den OÖ Nachrichten wird spekuliert, dass die Strafe sogar noch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne bekämpft und danach eine Schadenersatzklage gegen die Bundesliga eingebracht werden könnte.

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