Schiedsrichter-Boss Sedlacek: "Wir sind guter Durchschnitt"

Schiedsrichter-Boss Sedlacek: "Wir sind guter Durchschnitt"
Warum gibt es so viele Fehlpfiffe? Wie kann es besser werden? Robert Sedlacek sucht als Boss der Schiedsrichter Antworten.   

"Es war ein schwarzes Wochenende." Schiedsrichter-Boss Robert Sedlacek versucht gar nicht, die vielen Fehlpfiffe zu verharmlosen. Im KURIER-Interview spricht der 65-Jährige, der auch dem Wiener Fußballverband vorsteht, über die Krise der österreichischen Referees, den VAR und überrascht mit einem Blick in die Zukunft.

KURIER: Am Wochenende haben Fehlpfiffe gleich mehrere Spiele massiv beeinflusst. Ist Ihnen bewusst, wie groß der finanzielle Unterschied zwischen Platz 3 und 4 für die Vereine ist?

Robert Sedlacek: Ich weiß, dass es um sehr viel geht. Ein Schiedsrichter muss immer gleich agieren. Egal, ob es ein Testspiel ist oder ob es so heiß wie jetzt zur Sache geht. Der Liga-Modus ist in Ordnung und sorgt für mehr Spannung, aber auch für stärkere Belastung der Schiedsrichter.

Sie waren Schiedsrichter-Beobachter bei Rapid – WAC. Wie ging es Ihnen dabei?

Ich sehe mich als Freund der Schiedsrichter, muss aber auch Fehler klarstellen. Ich hatte eine lange Nacht, um die richtigen Worte im Bericht zu finden, weil ich niemanden vernichten will.

Wegen Corona wurde der VAR auf den Sommer verschoben. Tut es besonders weh, dass dem Schiedsrichter beim Elfmeterpfiff Barac gegen Wernitznig nicht noch geholfen werden konnte?

Bei dieser Szene gab es kein eindeutig richtiges oder falsches Entscheiden. Der VAR darf nur eingreifen, wenn es ganz klar ist. Und in nur vier Fällen: Tor, Penalty, Rote Karte oder Verwechslung eines Spielers.

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