Assist beim Heim-Debüt: Yusuf Demir (re.)

© DIENER / Philipp Schalber/DIENER / Philipp Schalber

Sport Fußball
06/09/2020

Jünger und billiger: Rapid wagte erfolgreichen Blick in die Zukunft

Der Kantersieg gegen Sturm zeigte den Weg für die nächste Saison bei den Hütteldorfern auf.

von Alexander Huber

So jung wie selten war Rapid aufgestellt und so hoch wie schon lange nicht wurde gegen Sturm gewonnen. 25 Jahre waren die Hütteldorfer beim 4:0 gegen die Grazer im Schnitt jung. Höher wurde gegen Sturm zuletzt 1974 auf der Pfarrwiese gewonnen – vor 46 Jahren gab es ein 5:0.

Wie viel der Erfolg im Kampf um Platz zwei wert ist, wird sich bereits am Mittwoch zeigen: Erstmals seit August 2018 liegt Rapid in der Tabelle vor dem LASK. In Pasching soll zumindest Platz drei verteidigt werden.

Was auf jeden Fall von Bestand sein wird, ist der Zug zur Jugend. Die Verjüngung war von Sportdirektor Barisic und Trainer Kühbauer ohnehin geplant, durch die erneute Verletzungsmisere und die Corona-Krise kommt sie nur noch schneller und extremer.

Derzeit werden diverse Budget-Varianten durchgerechnet. Ein entscheidender Faktor ist die erhoffte Rückkehr der Fans ins Stadion mit Saisonstart im September. Bis dahin wird ein Millionenschaden entstanden sein.

Und ein Ende des Problems ist nicht in Sicht. „Aus der Gesundheitskrise wird gerade eine Wirtschaftskrise. Wir werden Corona noch über Jahre auf allen Ebenen spüren“, rechnet Geschäftsführer Peschek mit Blick auf Sponsoren und Fans, die weniger Geld zur Verfügung haben werden.

Talente statt Ivans

Deswegen wird der Kader erneut jünger und billiger aufgestellt werden. Nach dem in Hütteldorfer Notzeiten stets erfolgreichen Motto: Wenn’s eng wird, gibt es vom Anhang auch für ein Talente-Team Unterstützung. Und nach (sicher passierenden) Fehlern weniger Pfiffe als bei lustlosen Auftritten von Legionären wie (um ein Extrembeispiel zu nennen) Andrei Ivan.

Seltenes Trainer-Lob

„Ich muss aufpassen, jetzt hab’ ich eh schon viel Einzel-Lob verteilt“, sagte Kühbauer nach dem 4:0 gegen erschreckend schwache Gäste. Er machte dann doch weiter. Yusuf Demir, 17 Jahre: „Wahnsinnspotenzial, ich will nur besonders behutsam mit ihm planen.“ Leo Greiml, 18 Jahre: „Erinnert mich an meine Zeit als Spieler.“

Kelvin Arase, 21 Jahre: „Über so einen Spieler kann sich jeder Trainer nur freuen.“ Dejan Ljubicic, 22 Jahre: „Wieder auf einem unglaublichen Niveau.“

Was das Quartett vereint? Alles junge Österreicher, die bei Rapid hochgezogen wurden. Nur Taxi Fountas, der an allen Toren beteiligt war, fällt als 24-jähriger Grieche etwas aus der Reihe. Aber der Goalgetter wäre ohne Kühbauer auch nicht bei Rapid gelandet.

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