Feierabend in Grün: Taxiarchis Fountas, Kelvin Arase, Christoph Knasmuellner und Dejan Ljubicic (vo.li.n.re) feiern Arases Treffer.

© APA/HANS PUNZ

Sport Fußball
06/07/2020

4:0-Heimsieg - Rapid fegt über Sturm hinweg

Meistergruppe: Nach dem klaren Erfolg gegen schwache Grazer sind die Hütteldorfer wieder Dritter.

von Alexander Huber

Der Druck war nach den Auftaktniederlagen beträchtlich, die Unterstützung der lautesten Fanszenen des Landes fiel weg. Damit umgehen konnten beim Duell Rapid – Sturm aber nur die Hausherren: Die Hütteldorfer schossen sich in der Meistergruppe mit einem auch in dieser Höhe verdienten 4:0 gegen die Grazer für den Schlager beim LASK am Mittwoch ein.

Vor einem Jahr hatte der damals 17-jährige Leo Greiml gegen Sturm sein Profi-Debüt gegeben. Unglücklich verlief die Talentprobe beim 1:2 im Europacup-Play-off. Beim Wiedersehen mit den Grazern war auch der Hintermann des Innenverteidigers ungewohnt: Tobias Knoflach ersetzte Richard Strebinger, der an Rückenproblemen laboriert.

Während bei den Gästen das übliche 4-2-3-1 bereits an der Aufstellung abzulesen war, ging bei Rapid der Formationspoker noch weiter. Durch die Flexibilität von Kelvin Arase war für Sturm-Coach El Maestro vor dem Anpfiff nicht abzulesen, auf welches System seine Spieler einzustellen wären. Setzt Didi Kühbauer in seinem 50. Ligaspiel für Rapid auf das laut Statistik erfolgreichere 4-2-3-1, oder wie in Salzburg auf eine Dreierkette?

Überragender Greiml

Es wurde ein 3-4-1-2 mit Greiml im Zentrum der Dreierkette. Der 18-Jährige war damit der bereits vierte Abwehrchef der Grünen seit dem Re-Start. Auf der Bank zugeschaut hat Yusuf Demir, der nach seinem 17. Geburtstag im Finish zu seinem ersten Heim-Einsatz kam. Nach einem vorsichtigen Start beider Teams leitete Thorsten Schick gegen seinen Ex-Klub das 1:0 per Kopf ein. Taxi Fountas spielte ideal auf Arase weiter, und der Sturmpartner traf (25.).

Nur drei Minuten später spielte Arase perfekt auf Christoph Knasmüllner, Lukas Spendlhofer konnte noch vor der Linie retten. Es gab Eckball – und damit wieder das Trio Schick–Fountas– Arase. Den Schick-Corner leitete der Grieche weiter, und ein satter Schuss brachte den ersten Doppelpack für den 21-jährigen Arase (28.).

Nicht so gut eingestellt war Knasmüllners Visier: Einen Schuss parierte Jörg Siebenhandl (37.). Und als der Goalie gegen Fountas gerettet hatte, setzte Knasmüllner den Abpraller aus 13 Metern übers leere Tor (45.).

Sturm als Lüftchen

Und Sturm? Erst in Minute 47 gab es die erste Chance. Kiril Despodov lief auf Knoflach zu, wurde aber noch Opfer eines perfekten Greiml-Tacklings. Davor hätte es 3:0 stehen können, ja müssen. Koya Kitagawa kam in der Pause für Arase und lief gleich allein auf Siebenhandl zu – gehalten (46.).

Angetrieben vom überragenden Dejan Ljubicic ließ Rapid nicht nach, Kitagawa scheiterte erneut (56.). Sollte nach fünf Spielen ohne Niederlage in Hütteldorf die bislang beste Serie der Grazer zu Ende gehen? El Maestro versuchte es mit einem Dreierwechsel nach einer Stunde.

Freilich hat nur bei Rapid der Joker gestochen: Dejan Petrovic schnappte sich den Ball und spielte Fountas frei. Nach einem Siebenhandl-Foul verwertete Stefan Schwab den Elfmeter souverän. Vor dem leeren Block West traf der Kapitän ins Kreuzeck – 3:0 (70.).

Dem 4:0 ging der erste Demir-Assist voraus. Torschütze Taxi Fountas stand allerdings im Abseits (78.).

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