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31.03.2018

Pires sorgt für knappen Austria-Heimsieg gegen Altach

Über weite Strecken lieferten sich die Austria und Altach ein enges Duell - am Ende entschied ein einziger Vorstoß.

Man muss nicht immer den Grund für einen Sieg kennen. Die Austrianer wussten am Samstag bestimmt nicht, weshalb sie nach mageren 94 Minuten jubelnd den Platz im Happel-Stadion verlassen durften. Mit einem äußerst glücklichen 2:1 gegen Altach im Gepäck. Das Resultat war aus violetter Sicht freilich das Positivste, verbunden mit der Tatsache, dass der Rückstand auf Platz fünf acht Runden vor dem Ende auf sieben Zähler geschrumpft ist.

Die Darbietung selbst gibt allerdings wenig Mut für die nötige Aufholjagd auf den Europacup-Platz. Denn man gewährte Altach Topchancen durch Gebauer (4.) und Honsak (51.), fehlerhaft gestaltete sich auf beiden Seiten die erste Hälfte, in der die Austria-Führung das Highlight war. Altachs Netzer hielt Friesenbichler an der Schulter, der Physiker in Friesenbichler bediente sich der Schwerkraft und ging dankbar zu Boden. Elfmeter, eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Holzhauser bedankte sich souverän mit dem 1:0 (17.).

Passivität

Austria-Trainer Letsch ist der Gute, Sportdirektor Wohlfahrt der Böse. „So ein Spiel zwischen Bad Cop und Good Cop ist schon gut“, befindet Letsch generell. Wohlfahrt hatte den Spielern nach dem 0:5 in Salzburg bekanntlich die Leviten gelesen. Nun, entweder sind diese schwerhörig oder eben nicht folgsam. Die Austria ging nach dem Wechsel ohne Leidenschaft und unverständlich passiv zu Werke, als hätte man den Sieg schon in der Tasche. Ganz anders traten die Vorarlberger auf, sie belohnten sich für ihre Mühen mit dem sehenswerten 1:1 durch Honsak nach schöner Vorarbeit von Nutz (55.).

Die Austria fühlte sich immer noch nicht bemüßigt richtig aufzuwachen, vertraute offenbar auf ihre Stärke bei Standardsituationen. Wie sehr das Verhalten der Wiener zur Gratwanderung wurde, zeigte die Schlussphase. Letztlich fielen die Austrianer doch noch auf die Butterseite.

Goldtor aus dem Nichts

Der eingewechselte Aigner hatte die Altacher Führung auf dem Kopf (84.), zwei Minuten danach jubelten die in Violett gewandeten Spieler plötzlich ausgelassen. Austrias Siegtreffer kam entgegen der Abendstunde aus heiterem Himmel, Friesenbichler legte für Pires vor, der den Ball vorbei am Goalie Kobras zum 2:1 schob. Happy End für Wien, ein verschenkter Punkt für Altach.