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Sport Fußball
10/06/2021

ÖFB-Team: Viel Zeit, um es diesmal besser zu machen

Vor dem Pflichtsieg auf den Färöer Inseln hat Franco Foda vier Trainingseinheiten – es braucht klare Ideen im Ballbesitz.

von Andreas Heidenreich

Die jüngsten Ergebnisse sowie die Liste an teils prominenten Ausfällen wie Arnautovic, Dragovic oder Baumgartner drücken aufs Gemüt im Lager des ÖFB.  Auch Andreas Ulmer musste am Dienstag noch wegen eines grippalen Infekts passen. Allerdings: Franco Foda hätte dieser Tage durchaus auch einen Grund, um gut gelaunt zu sein. Vier volle Trainingseinheiten (exklusive der Regenerationseinheit am Montag!) hat ein Teamchef selten, um seine Mannschaft auf ein Spiel vorzubereiten. Vor allem auch, weil der Deutsche das Thema Zeit gerne selbst bemüht und er zuletzt im September vor einem vergleichbaren Auswärtsspiel nur eine einzige Trainingseinheit hatte.

Die Ausgangslage am Samstag auf den Färöer Inseln gleicht jener vom Spiel gegen die Republik Moldau in Chisinau vor einem Monat. Von Österreichs Team wird nicht nur ein Sieg erwartet, sondern vor allem auch ein dominanter Auftritt. Dominanz, die man nicht durch bloßen Ballbesitzanteil wird messen können, sondern vor allem an klaren und konkreten Torchancen, die das Team herausspielen sollte.

Freiheiten

Spieler von Real Madrid (Alaba), Barcelona (Demir), Bayern (Sabitzer), Leipzig (Laimer), Hoffenheim (Grillitsch) oder Frankfurt (Hinteregger) sind dazu mit Sicherheit in der Lage. Franco Foda betonte in den letzten Monaten immer wieder, dass seine Spieler nach vorne alle Freiheiten hätten. Ob diese Freiheiten – gepaart mit individueller Klasse – ausreichen? Die jüngsten Auftritte lassen das Gegenteil vermuten.

Es braucht mit Sicherheit auch klar einstudierte Abläufe im Offensivspiel. Abläufe, die man in vier Trainingseinheiten ausreichend üben kann. „Wir haben jetzt eine gute, lange Woche, wo wir Schwerpunkte setzen können, was unseren Matchplan betrifft“, bestätigt Team-Rückkehrer Marcel Sabitzer, der im September aufgrund einer Blessur gefehlt hat.

Klare Abläufe im Spiel mit dem Ball ist der Routinier mit Sicherheit gewohnt von seinem Klub, wo Trainer Julian Nagelsmann für exakt für jene Qualitäten steht.

Beim mageren 2:0-Sieg in Chisinau vor einem Monat kamen die Österreicher jeweils durch die Mitte zu ihren Toren. Der Plan, so Franco Foda nach dem Spiel, sei es allerdings gewesen, über die Flügel und Flanken auf Arnautovic und Gregoritsch zum Erfolg zu kommen.

Wie man es diesmal versucht, wird aus dem Lager des ÖFB im Detail niemand verraten. Jedenfalls erwartet auch Marcel Sabitzer am Samstag gegen die Färöer ein Spiel gegen einen destruktiven Gegner. Beim ersten Aufeinandertreffen mit den Männern aus dem Atlantik im Zuge dieser WM-Qualifikation im März hatte Österreich im Prater 70 Prozent Ballbesitz und erzielte schließlich drei Treffer aus acht Schüssen aufs Tor (24 Schüsse insgesamt) und gewann mit 3:1.

Abwehrbollwerk

Sabitzer: „Wir müssen uns etwas zurechtlegen, wie man tief verteidigende Gegner bespielen kann. Die Färöer werden ein Abwehrbollwerk hinstellen, da gilt es, auf engem Raum Lösungen zu finden.“

Aus der Beobachter-Rolle sagt Sabitzer über die September-Spiele gegen die Republik Moldau, Israel (2:5) und Schottland (0:1): „Das war spielerisch sicher nicht das, was wir uns vorstellen. Da war wenig Zug drin und da gilt es jetzt, ein anderes Gesicht zu zeigen.“ Nachsatz: „Wir werden die Aufgabe seriös angehen und gewinnen.“

Das wird auch nötig sein, will man in Gruppe F noch ein Wörtchen mitreden im Kampf um Platz zwei hinter Dienstag-Gegner Dänemark.

Wie stark die genannten Ausfälle von Arnautovic und Co. ins Gewicht fallen werden? Leipzig-Legionär Konrad Laimer winkt ab: „Wir haben einen großen, breiten Kader und genug Qualität in der Mannschaft.“

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