Sulimani (mi.) brachte die Admira früh in Front.

© AGENTUR DIENER /DIENER / Georg Diener

Niederösterreich-Derby
03/15/2014

Die Admiraner stoppen Wiener Neustadt

Die Südstädter liegen nun schon neun Punkte vor dem Tabellenende.

von Stephan Blumenschein

Es eigentlich kaum zu glauben: Mit Admira und Wiener Neustadt standen einander am Samstag der Vierte und der Zweite der Frühjahrstabelle gegenüber. Beide Teams, deren Saisonziel nur der Klassenerhalt ist, hatten tolle Serien zu verteidigen: Die Admira hatte sechs Heimspiele in Serie nicht verloren, Wiener Neustadt sogar die letzten drei Partien gewonnen.

Den Gästen war das Selbstvertrauen nach der Erfolgsserie anzumerken. Von Beginn an prägten die Wiener Neustädter die Partie, kamen auch immer wieder gefährlich in den Admira-Strafraum. Und trotzdem lagen die Gäste in der 10. Minute zurück: Admira-Heimkehrer Benjamin Sulimani nutzte einen Ausflug von Keeper Thomas Vollnhofer aus und erzielte seinen bereits fünften Treffer in diesem Jahr – 1:0.

Aber aus dem Konzept ließen sich die Wr. Neustädter nicht bringen. Im Gegenteil: Die Gäste dominierten weiter, die Admira kam mit dem aggressiven Pressing nicht zurecht. Immer wieder passierten beim Herausspielen katastrophale Fehler.

Und trotzdem stand es in der 32. Minute 2:0: Der frühere St.-Pölten-Keeper Vollnhofer schlug sich einen unplatzierten Weitschuss des früheren St.-Pölten-Regisseurs Lukas Thürauer ins Tor.

Die eine halbe Stunde unterlegene Admira führte durch zwei Slapstick-Treffer mit 2:0. Und es hätte sogar 3:0 zur Pause stehen können, einen Schick-Schuss konnte Vollnhofer nur mit Mühe im Nachfassen parieren (41.).

Trendwende

Nach dem Wechsel wurde immer deutlicher, was sich schon in der letzten Viertelstunde vor der Pause angedeutet hatte: Das zweite Tor hatte die Wiener Neustädter demoralisiert und die Admiraner beflügelt.

Das Spiel verlief nun ganz anders als jenes in der ersten halben Stunde: Die Admira war nun ganz klar die dominante Mannschaft. Das 3:0 war nur eine Frage der Zeit.

Zunächst hatte Sulimani mit einem Schuss an die Stange Pech (57.). Mehr Glück hatte Stefan Auer: Der defensive Mittelfeldspieler krönte seine starke Leistung mit seinem ersten Saisontor (81.).

Die Admira setzte mit dem 3:0 nicht nur ihre Erfolgsserie in der Südstadt fort, sondern beendete eine lange Erfolglosigkeit in NÖ-Derbys: Nach fünf Niederlagen gegen Wr. Neustadt gab es wieder ein Erfolgserlebnis und drei weitere wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Der Bundesliga-Samstag in Bildern

Admira - Wr. Neustadt 3:0 (2:0)

Stadion Wr. Neustadt, 1.950, SR Harkam

Tore:
1:0 (10.) B. Sulimani
2:0 (31.) Thürauer
3:0 (81.) Auer

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Windbichler, Schösswendter (56. Katzer), T. Weber - Ebner - Schick, Thürauer (84. Burusic), Auer, Domoraud - B. Sulimani (65. Ouedraogo)

Wr. Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, Mimm, Mally, Stangl (78. Terzic) - Freitag, Säumel - Dobras, M. Koch (58. Pichlmann), Rauter (71. Rakowitz) - Fröschl

Gelbe Karten: Windbichler, Ebner, Schick bzw. Mally, Säumel

Tabelle

Pfeifenberger: "Es ist kein Beinbruch"

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Wr. Neustadt war in der ersten Hälfte besser, wir effektiver. In der zweiten haben wir phasenweise schönen Fußball gespielt."

Zum Abstiegskampf: "Jetzt können wir uns nur noch selbst schlagen, wenn wir nachlässig werden. Ich bin aber überzeugt, dass wir weiter kämpfen werden."

Heimo Pfeifenberger (Wr. Neustadt-Trainer): "Wir haben in der ersten Hälfte stark gespielt, sind aber etwas unglücklich auch durch individuelle Fehler in Rückstand geraten. Dank der zweiten Hälfte hat Admira verdient gewonnen. Da sind wir nicht mehr so ins Spiel gekommen, die Admira war dann auch gefährlich. Aber es ist kein Beinbruch. Wir sind ja noch nicht so gefestigt. Die Admira ist zuhause auch stark."

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