Mert Müldür: "Wir können mit der Türkei richtig weit kommen"

Der Wiener Mert Müldür (li.) verteidigt für die Türkei und eröffnet die EURO gegen Italien
Vor dem EM-Start in der Wahlheimat Italien: Der Wiener über Ziele, Sprachbarrieren und die Freude von Rapid über einen Transfer.

Morgen um 21 Uhr geht’s los: Italien eröffnet gegen die Türkei die EM 2021. Vor dem Auftakt in Rom ist Mert Müldür als erfolgreicher Legionär bei Sassuolo ein besonders gefragter Mann. „Die vielen Interview-Anfragen sind schön. Aber ich kann nicht mit allen reden, das geht sich nicht aus“, erklärt der Wiener.

Dass sich der vielsprachige 22-Jährige für den KURIER Zeit nimmt, liegt auch an seiner Vergangenheit. Nicht nur Mama Müldür war im Medienhaus im Einsatz, sondern auch der damals knapp 16-jährige Sohn. Bescheiden wie Müldür ist, hat er erst am letzten Tag des Schulpraktikums verraten, dass ein Nachwuchsteamspieler erste Texte für den KURIER-Sport verfasst.

Weil sich der türkische Verband früher und intensiver um das Rapid-Talent bemüht hat, verteidigt Müldür für die Heimat seiner Eltern.

KURIER: Das Stadio Olimpico darf zwar nicht zur Gänze gefüllt werden, aber rechnen Sie trotzdem mit einem besonders emotionalen Start?

Mert Müldür: Ja, 16.500 Zuschauer nach eineinhalb Jahren vor leeren Tribünen sind richtig schön! Auch wenn sie alle für Italien schreien werden, freue ich mich wirklich auf die Fans. Diese Lautstärke ist uns allen abgegangen.

Wie groß ist nach einer intensiven Corona-Saison die mentale und körperliche Belastung bei der Vorbereitung auf das Turnier?

Wir hatten nach Saisonende keinen Urlaub, aber unser Teamchef Senol Günes hat das sehr gut geregelt: Die Frauen und Kinder durften mit ins Trainingslager nach Antalya kommen. Das war gut für die Stimmung. Erst danach hat es eine intensive Vorbereitung im deutschen Paderborn gegeben. Für das Eröffnungsspiel sind wir jetzt nach Rom geflogen.

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