Auf ein Neues? 2020 schoss Ercan Kara (li.) in der Champions-League-Quali bei Lok Zagreb das Goldtor

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Sport Fußball
07/20/2021

Rapid gegen Sparta: Der lauteste Abend seit dem Corona-Ausbruch

Was sich in dieser Europacup-Saison verändert und wie Rapid für die Champions-League-Qualifikation gegen Sparta Prag plant.

von Alexander Huber

Erstmals seit dem Stadionbau findet in Hütteldorf ein Quali-Spiel für die Champions League statt. Es wird spätestens mit Anpfiff um 20.30 (ORF 1 live) der lauteste Match-Abend seit dem Corona-Ausbruch werden. Antworten auf die wichtigsten Fragen vor dem Hinspiel von Rapid gegen Sparta Prag:

Warum sieht Rapid die Lautstärke als Vorteil?

„Genau darauf haben wir hingearbeitet. Unsere Reise soll noch lange andauern“, sagt Max Hofmann, der Dibon als Kapitän vertritt. Der Verteidiger war nach dem 6:0 im Cup gegen die Viktoria heiser und sieht darin einen Vorteil: „Wir waren es nicht mehr gewohnt, dass einen die Mitspieler nur hören, wenn man schreit. Und gegen Sparta wird es noch lauter – ich glaube, das könnte die Tschechen am Anfang überraschen.“

Wer ist bei Sparta Prag der größte Star?

Adam Hlozek gilt als das größte Talent Tschechiens seit Tomas Rosicky. Vor 20 Jahren wechselte der heute 40-jährige Rosicky um 14,5 Millionen zu Dortmund und kam zum populärsten Verein des Landes als Sportdirektor zurück. Ein großer Erfolg Rosickys war die Vertragsverlängerung mit Hlozek. Der 18-jährige Torschützenkönig ist auch der jüngste Hattrick-Schütze und jüngster EM-Teilnehmer Tschechiens. Noch vor seinen vier EURO-Einsätzen wurde der Vertrag mit Hlozek bis 2024 verlängert.

„Er kann mit beiden Beinen unglaublich schießen, ihm steht eine große Karriere bevor“, glaubt Kühbauer.

Wie stark ist Sparta?

Die Buchmacher sehen den Traditionsklub, der über mehr Budget als die Wiener verfügt, als leichten Favoriten auf den Aufstieg. Neben Hlozek gab es mit Abwehrchef Ondrej Celustka und seinem Nebenmann David Hancko zwei weitere EM-Starter. Der Slowake wurde der Fiorentina um 2,5 Millionen abgekauft.

In der vergangenen Saison scheiterte der Vizemeister so wie Rapid in der Europa-League-Gruppenphase, besiegte aber immerhin Celtic zwei Mal 4:1.

Übrigens: Im Mittelfeld spielen gleich zwei Ladislav Krejci.

Wo hat Sparta Schwächen?

Kühbauer hat vor allem schnelle Spieler verpflichtet und mittlerweile stellt Rapid ein sehr flottes Team. Die Tschechen sind körperlich überlegen, sollten aber bei schnellen Angriffen Probleme bekommen.

Beim 2:3 im Test gegen WAC gab es trotz der großen Spieler zwei Standard-Gegentore. „Das passiert ihnen selten“, weiß Kühbauer.

Was ist neu in dieser Europacup-Saison?

Die wichtigste Änderung ist die Abschaffung der Auswärtstorregel. Die Ergebnisse werden addiert – die Anzahl der Verlängerungen wird sicher ansteigen. „Ich verstehe die Abschaffung nicht“, sagt Kühbauer. Auswärtsfans sind wegen Corona von der UEFA noch ausgeschlossen, angeblich reisen dennoch Sparta-Fans an. Der VAR wird ab der Gruppenphase eingesetzt.

Wie kommt man als Zuschauer ins Stadion?

In Sachen Corona gilt die in Wien aktuelle 3-G-Regel, sonst gibt es keine Beschränkungen. Aufgrund der Kontrollen ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Der „Block West“ ist ausverkauft, die Haupttribüne beinahe. Genug Karten gibt es noch hinter dem Gästetor (Nord).

Was passiert, wenn Rapid aufsteigen sollte?

Dann gibt es die Sicherheit, dass die Millionen für eine Gruppenphase (zumindest Europa League) eingeplant werden können. Sportlich wurde beim gestrigen Lostag die wohl höchste Hürde für die 3. Runde der Champions-League-Quali erwischt: Es wartet Monaco mit Trainer Niko Kovac. Die Monegassen wurden in Frankreichs Liga noch vor Lyon Dritter.

Was passiert, wenn Rapid ausscheiden sollte?

Die Rapidler hätten noch zwei weitere Chancen auf eine Gruppenphase. Zuerst für die Europa League im Duell mit Zyperns Cupsieger Famagusta. In Erinnerung blieb das Champions-League-Out gegen Anorthosis 2008. Leichter wäre wohl der zweite Kandidat, St. Johnstone aus Schottland, gewesen. Wenn auch das schiefgeht, wartet als letzte Möglichkeit das Play-off zur neuen Conference League.

Das Erreichen einer Europacup-Gruppe wurde als Saisonziel ausgegeben, ansonsten betont Sportdirektor Zoran Barisic: „Wir wollen nicht goschert sein.“

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