Christoph Knasmüllner

© APA/EXPA/FLORIAN SCHROETTER

Sport Fußball
05/18/2021

Fußballer ohne Vertrag: Funkstille auf der Single-Börse

Bei vielen läuft das Arbeitspapier aus. Die Vereine müssen kleinere Brötchen backen, einige werden es billiger geben müssen.

von Andreas Heidenreich

Dass die Pandemie es auch vielen Fußballern erschwert hat, neue und gut dotierte Verträge zu erhalten, ist längst bekannt. Als warnendes Beispiel für viele sollte seit vorigem Sommer Tobias Knoflach gelten.

Der zweite Torhüter von Rapid konnte sich mit dem Klub finanziell nicht einigen, hat die schwierige Lage nicht richtig eingeschätzt und das Interesse anderer Klubs überschätzt. Eine ganze Saison lang ist Knoflach bereits ohne Job.

Der kommende Transfer-Sommer wird nicht viel angenehmer. Auslaufende Verträge gibt es wie Sand am Meer. Ein 17-Mann-Kader an jobsuchenden Österreichern:

  • Andreas Lukse

Nach zwei Jahren als Reservist beim 1. FC Nürnberg ist der 33-jährige Wiener in Gesprächen mit Klubs. Tendenz: Heimkehr nach Österreich.

  • Manuel Kuttin

Der Torhüter, 27, verdrängte beim WAC Alexander Kofler als Nummer eins – ein neuer Vertrag wäre die logische Folge. Aber was ist im Fußball schon logisch? Die Gespräche laufen.

  • Martin Fraisl

Der Torhüter stieg mit ADO Den Haag in den Niederlanden ab, spielte aber stark und hofft, im EM-Kader aufzuscheinen. In die 2. Liga mitgehen wird er nicht. Ein Klub aus den Niederlanden, der kommende Saison Europacup spielen wird, und ein aufstiegswilliger Verein aus der 2. deutschen Liga sind am 28-Jährigen interessiert.

  • Georg Margreitter

Der Vertrag des 32-Jährigen wird nach sechs Jahren beim 1. FC Nürnberg nicht mehr verlängert. Zuletzt durfte der Innenverteidiger aber wieder regelmäßig spielen, überzeugte und machte Werbung in eigener Sache.

  • Aleksandar Dragovic

Österreichs EM-Fixstarter wird sich demnächst entscheiden. Roter Stern Belgrad, Dynamo Moskau, Köln und Union Berlin sollen Interesse haben.

  • Mario Leitgeb

Beim Mittelfeldspieler des WAC ist die Situation wie beim Torhüter. Wenngleich der 32-Jährige aufgrund seines Alters nicht mehr ganz so gute Karten hat wie Manuel Kuttin.

  • Christoph Schösswendter

Für den kopfballstarken Innenverteidiger gilt wie für viele Austrianer: Warten auf den neuen Trainer. Dieser soll bis Saisonende feststehen und stark in die Kaderplanung eingebunden sein.

  • Michael Madl

Mit 33 Jahren und nach regelmäßigen Verletzungen ist die Zukunft offen. In dieser Saison reichte es bei der Austria nur noch zu elf Einsätzen.

  • Alexander Grünwald

Austrias Kapitän, 32, hofft auf Manfred Schmid als neuen Trainer. Der ehemalige Stöger-Assistent ist neben Markus Schopp der Top-Kandidat und war stets ein Förderer von Grünwald.

  • Manfred Fischer

Der offensive Mittelfeldspieler ist bei Altach in Form, mit sechs Toren und zwei Assists der Topscorer der Vorarlberger, weshalb auch andere Klubs ihre Fühler nach dem 25-jährigen Steirer ausstrecken.

  • Christian Klem

Unter Markus Schopp ist der linke Verteidiger in Hartberg gesetzt. Da aber die Zukunft des Trainers offen ist, ist auch der 30-Jährige noch ungebunden.

  • Alessandro Schöpf

Der Tiroler hofft auf sein zweites EM-Ticket nach 2016 und einen neuen Klub in der deutschen Bundesliga. Zwei bis drei Interessenten gibt es. Bei Schalke stehen die Zeichen auf Abschied.

  • Tobias Kainz

Der 28-Jährige ist als Sechser bei Hartberg absoluter Leistungsträger. Gespräche mit dem Klub gibt es. Markus Schopp schätzt ihn sowieso, deshalb wird er vielleicht sogar die Wahl zwischen zwei Klubs haben.

  • Christoph Knasmüllner

Dem Techniker, 29, liegt längst ein Angebot von Rapid zur Vertragsverlängerung vor. Er müsste Gehaltseinbußen akzeptieren und dürfte damit nicht happy sein, sonst hätte er schon unterschrieben.

  • Kevin Friesenbichler

Bei Sturm reichte es unter Christian Ilzer nur zum Joker und zu vier Toren, ein neuer Vertrag wurde ihm nicht angeboten. Zukunft? Ungewiss.

  • Marvin Egho

Bei Randers in Dänemark ist der Wiener als Mittelstürmer Stammkraft, erzielte aber nur zwei Saisontore. Zuletzt freute er sich über den Cupsieg.

  • Andreas Weimann

Nach überstandenem Kreuzbandriss hat Bristol City die Option auf Vertragsverlängerung bis zur Frist am 15. Mai nicht gezogen, weil es teurer geworden wäre. Halten will man ihn dennoch. Doch nun darf der 29-Jährige, der in der 2. Liga in England einen guten Ruf genießt, auch mit anderen Klubs sprechen. Und er tut das auch.

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