Rapid - Austria Corona Talk

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Sport Fußball
12/01/2020

Die Austria-Bosse haben aus der Klubgeschichte nichts gelernt

Der Finanzvorstand der Favoritner Markus Kraetschmer ist für die ernüchternden Zahlen hauptverantwortlich.

von Alexander Strecha

Die Finanz-Verantwortlichen der Austria haben aus der Klubgeschichte nichts gelernt. Die Violetten befinden sich in einer ähnlichen Lage wie im Jahr 2000, als man sich, finanzmarod, mit Haut und Haar Frank Stronach und dessen Millionen auslieferte. Der legendäre „Betriebsführungsvertrag“ mit Magna knebelte die Austrianer jahrelang.

Auch jetzt werden kleinere Sponsoren am großen Minus nicht wesentlich etwas ändern können, es bedarf des schon seit Längerem gesuchten strategischen Partners, der viele Millionen in die Kassa spülen muss, damit die Veilchen nicht ihrem Ende entgegenwelken. Abermals steht der Ausverkauf der violetten Seele im Raum.

Insolvenz erst im Vorjahr abgewendet

„Auf den ersten Blick ist man bei dem Geschäftsbericht schockiert“, so Kraetschmer. Allerdings: auch auf den zweiten oder dritten. „Den Hauptschaden hat Covid-19 verursacht“, macht Kraetschmer auch den Hauptschuldigen für die Finanzkrise der Violetten aus.

Doch schon vor genau einem Jahr wurde die Austria finanziell vehement in die Defensive gedrängt, als Sportvorstand Peter Stöger sich vermehrt um die wirtschaftlichen Belange kümmern musste. Mit Müh’ und Not konnte man die drohende Insolvenz abwenden. Mit Corona brachen die Umsätze um 40 Prozent ein.

Viele Fehler

Fakt ist, dass die Austria in den vergangenen sieben Jahren – seit dem Erreichen der Gruppenphase der Champions League im Herbst 2013 – viele Fehler begangen hat. Einerseits wähnte man sich dauerhaft in der Königsklasse und blähte den organisatorischen Apparat auf, andererseits baute man ein neues Stadion. Darüber hinaus lief man den sportlichen Ansprüchen hinterher, weil man Trainer schneller wechselte als andere die Unterhose und vielen Spielern viel zu viel Geld zahlte, diese dem Verein in Folge nicht weiterhalfen.

In der Kritik stehen Markus Kraetschmer, Controller Thomas Schwarz, Frank Hensel, der in seiner Präsidentschaft absolut gar nichts bewegen konnte, und auf sportlichem Terrain Ralf Muhr und vormals Franz Wohlfahrt als Sportdirektoren. Die violette Rettung könnte ein Investor sein. Ein violetter Insider betont: „Das muss ein Kamikaze sein.“

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