Routinier im Fokus: Ob der Vertrag von Florian Klein verlängert wird, ist noch nicht sicher.

© APA/EXPA/THOMAS HAUMER

Sport Fußball
06/06/2020

Zwischen Abstiegskampf und dem Rennen um ein Europacup-Ticket

In der Qualifikationsgruppe kann in den drei Duellen am Samstag bereits Richtungsweisendes passieren.

von Andreas Heidenreich, Alexander Strecha, Christoph Geiler

Die erste Runde der Geisterspiele ist absolviert, alle wissen nun um die Leere in den Stadien, sollten sich gewöhnt haben an die fehlende Geräuschkulisse von den Rängen und das sonst so schlecht hörbare Geschrei auf dem Platz.

Die Austria führt die Qualifikationsgruppe mit zwei Punkten Vorsprung auf Altach an und steht vor dem nicht leichten Gang nach St. Pölten, wo sie von Ex-Trainer Robert Ibertsberger und einer selbstbewussten Mannschaft begrüßt werden.

Es bleibt kein Platz für Sentimentalitäten, bestätigt auch Ibertsberger: „Es ist kein besonderes Spiel, weil ich nur ein Jahr bei der Austria war und nichts Negatives mitgenommen habe.“ Das 5:0 von Innsbruck war „wichtig für die Stimmung, toll, dass wir alles so umsetzen konnten. Der Sieg war auch in der Höhe so verdient, weil wir den Gegner zu Fehlern gezwungen haben.“

Auch gegen die Austria setzen die St. Pöltner auf Eigeninitiative, „wobei die Austria schon gute Fußballer hat“, wie Ibertsberger weiß. Dennoch rechnet er sich mit viel Aktivität gegen die Violetten einiges aus.

Jene Veilchen, die nach dem glücklichen und knappen Sieg gegen die Admira nachlegen wollen – und auch müssen. „Ich glaube, dass sich St. Pölten auch eher nach oben orientieren und nicht um den Klassenerhalt fighten wird. Umso wichtiger ist es für uns, dass wir dort gewinnen“, sagt Trainer Christian Ilzer.

Er weiß, dass es einer Steigerung bedarf und fordert mehr Präzision und Tempo, wenn Räume eng und Zeit knapp werden. „Wir müssen aber auch im Konter besser agieren.“

  • Schauplatz Altach

Im „Ländle“ können sich die Gastgeber mit dem dritten Saisonsieg gegen Aufsteiger Tirol viel Distanz zum Schlusslicht verschaffen und den Abstiegskampf ebenso hinter sich lassen.

Die Gäste müssen nach wie vor ohne Trainer Silberberger auskommen, der sich vorige Woche bei einem Motorradunfall schwer am Unterschenkel verletzte, sich einer Hauttransplantation unterziehen musste und am Freitag erneut operiert wurde.

"Wir haben täglich ein Zoom-Meeting im Trainerstab und gemeinsam eine Strategie entwickelt für das Spiel in Altach", berichtet der Chefcoach dem KURIER, der auch von Manager Stefan Köck vertreten wird. Nach dem 0:5 gegen St. Pölten betont Köck: „Wir haben diesen Nackenschlag selbstkritisch analysiert.“

Bei Altach kehrt Tormann und Kapitän Martin Kobras nach ausgesessener Rotsperre zurück.

Altach-Coach Alex Pastoor vor dem Duell mit Tirol:

  • Schauplatz Maria Enzersdorf

Den puren Abstiegskampf gibt es in der Südstadt beim Duell zwischen der Admira und Mattersburg. Für die Gäste spricht die Statistik. Die Burgenländer haben in der Bundesliga gegen keinen der elf anderen Klubs so oft gewonnen wie gegen die Admira, vor allem nicht auswärts in der Südstadt, die man insgesamt sieben Mal als Sieger verlassen hat. Seit vier Partien ist man dort ungeschlagen.

Die Burgenländer haben auch in Spiel eins nach Corona einen Punkt geholt. Die Admira ist bei der Austria in Wien trotz Chancenplus leer ausgegangen. Umso mehr darf man keine technischen Leckerbissen erwarten.

„Es zählen nur drei Punkte, egal ob wir 1:0 oder 4:0 gewinnen“, sagt Admiras Stürmer Markus Pink vor dem Duell mit seinem Ex-Klub, den er einst als Torschützenkönig in der 2. Liga 2014/’15 mit 21 Toren zurück ins Oberhaus geschossen hat.

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