Der Alltag soll die Austria von den Finanz-Sorgen ablenken

Wiedersehen in Favoriten: Austria-Stürmer Monschein trifft wieder auf Sturm-Trainer Ilzer.
Brisantes Duell: Die Favoritner empfangen in der Generali-Arena Sturm und Ex-Coach Ilzer.

Es ist ein Spiel, das nicht nur wegen der sportlichen, sondern auch wegen der menschlich-emotionalen Komponente in den Mittelpunkt rückt: Christian Ilzer kehrt mit Sturm Graz in die Generali-Arena zurück und fordert seinen vorhergehenden Arbeitgeber, dem er im Sommer den Rücken kehrte, zum heißen Tanz. „Ich habe ein Jahr bei der Austria gearbeitet, natürlich ist es etwas Besonderes. Da kennt man viele Leute und das Stadion in- und auswendig.“ Er unternimmt aber den Versuch, sich von seinen Emotionen zu lösen. Zumindest für 90 Minuten.

„Das Spiel ist deswegen nichts außergewöhnlich Großes, aber schon ein wenig spezieller“, gesteht Austria-Trainer Peter Stöger, bis zum Sommer als Sportvorstand Ilzers Vorgesetzter bei den Veilchen. „Ich freue mich, wenn ich ihn wiedersehe.“

Aber auch sportlich hat das Aufeinandertreffen Brisanz zu bieten. Hier Sturm, das aktuell einen Lauf hat und auch in der Tabelle besser unterwegs ist als der Gegner aus Wien. „Die Austria ist ein harter Konkurrent, ein Sieg wäre sehr wichtig für uns“, lautet Ilzers Einschätzung.

Fokus aufs Sportliche

Die Austria würde die drei Punkte umso dringlicher brauchen, „damit der Rückstand nach vorne nicht zu groß wird“, weiß Stöger, der von einem Spiel spricht, das die Richtung weisen könnte. Für die Violetten hat die Woche denkbar schlecht begonnen mit der Präsentation der aktuellen Bilanz, die ein Minus von 18,8 Millionen Euro auswies.

Natürlich wurde das Thema innerhalb der Mannschaft besprochen, dennoch versucht man den Fokus auf das Alltagsgeschäft zu lenken. „Durch die Zahlen ist vielleicht jetzt bei allen angekommen, wie die Situation sich darstellt. Seit eineinhalb Jahren habe ich es erklärt, hatte aber oft das Gefühl, dass mir nicht zugehört oder geglaubt wird“, sagt Stöger, der eine offene Partie erwartet. „Wie fast alle Spiele von uns. Sturm ist defensiv gut aufgestellt, aber wir haben ein, zwei Bereiche gesehen, wo sie Probleme haben könnten. Das müssten wir nutzen.“

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