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Sport Fußball
09/20/2018

Europa League: Salzburg triumphiert im Stallduell in Leipzig

Nach einer 2:0-Führung wurde es für Salzburg in der Schlussphase noch einmal eng - bis Gulbrandsen den Siegtreffer machte.

von Stephan Blumenschein

Was kommt heraus, wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, ...

... die die identische Spielphilosophie haben?

... die jahrelang denselben Sportchef hatten?

... die sich in und auswendig kennen?

Ein kurioses Fußballspiel mit einem verdienten Sieger und fünf Toren, aber auch Abwehrfehlern auf Schülerliganiveau.

Solche prägten das erste Gruppenspiel in der Europa League zwischen den beiden Red-Bull-Klubs Leipzig und Salzburg am Donnerstag vor nur 24.057 Zuschauern in der halbleeren Red-Bull-Arena, die im Europacup offiziell den Namen RB-Arena trägt.

Salzburg hatte 70 Minuten alles im Griff und führte nach einer inferioren Leipziger Vorstellung 2:0. Doch dann beging Routinier Ulmer einen Anfängerfehler. Leipzig kam nicht nur zum 1:2, sondern sogar zum Ausgleich. Aber Salzburg schlug zurück: Der eingewechselte Gulbrandsen traf kurz vor Schluss zum verdienten 3:2.

Beide Trainer hatten mit der Aufstellung nicht überrascht. Salzburg-Coach Rose bot praktisch jene Elf auf, die am Samstag in St. Pölten 3:1 gewonnen hatte. Nur Lainer begann statt Todorovic als Rechtsverteidiger. Ex-Salzburg-Sportchef Rangnick hatte seine Elf bunt durchgemischt. Mit Laimer, Upamecano, Ilsanker, Kampl und Sabitzer begannen fünf der sechs Ex-Salzburger im Leipziger Kader.

Die Salzburger versuchten, den Vorteil der Eingespieltheit auszunutzen. Das gelang perfekt: Österreichs Meister drängte die Leipziger weit zurück und setzte diese unter Druck, denen auch deshalb ein Fauxpas nach dem anderen unterlief.

9. Minute: Konaté schlägt über den Ball, Yabo läuft alleine auf das Tor zu, wird aber kurz vor der Strafraumgrenze vom Franzosen durch ein Foul gestoppt. Der schwache Schiedsrichter Ekberg lässt weiterspielen.

RB Leipzig - RB Salzburg

20. Minute: Nach einem fürchterlichen Rückpass des Ex-Salzburgers Ilsanker prüft der  Ex-Salzburger Upamecano –  bedrängt von Dabbur –  Keeper Mvogo, den Abpraller kann der Israeli per Kopf verwandeln  – 1:0.

Doppelschlag

22. Minute: Salzburg hat plötzlich eine 3:1-Überzahl am Leipziger Strafraum, Ulmer kann sich die Anspielstation aussuchen. Seinen Querpass verwertet Haidara ohne Probleme – 2:0.

Dabei blieb es bis zur Pause und damit bei einem Spielstand, der nicht den Klasseunterschied zwischen den Teams in den ersten 45 Minuten widerspiegelte. Während die 1000 Salzburg-Fans „Wir sind die Nummer eins“ skandierten, begleitete Leipzig ein Pfeifkonzert in die Kabine.

Zur Pause griff Rangnick durch und stellte von einer Vierer- auf eine Dreierkette um, nachdem er schon nach dem 0:2 vom Rautensystem mit einem Sechser abgekommen war. Dazu nutzte er das komplette Wechselkontingent. Neu waren Halstenberg, Demme und Poulsen. Salzburg-Coach Rose reagierte mit der Umstellung auf ein 4-3-3-System.

Gefährlicher blieb Salzburg. Fast wäre das 3:0 gefallen, aber Dabbur hatte mit einem Stangenschuss Pech (54.). Das Red-Bull-Duell plätscherte dann vor sich hin. Salzburg hatte keine Mühe, den weiter inferioren Gegner weit vom Tor fernzuhalten.

Bis in die 70. Minute, bis Ulmer vergaß, dass Laimer mittlerweile kein Mit-, sondern ein Gegenspieler ist. Der Ex-Salzburger nahm das Geschenk dankend an – 1:2.

Wer nun Dauerdruck der Leipziger erwartet hatte, wurde enttäuscht. Erst nach der 80. Minute begann Salzburg zu wackeln. Und fiel: Nach einer Kampl-Flanke konnte Poulsen zum 2:2 einköpfeln. Aber dabei blieb es nicht: Gulbrandsen rückte mit dem 3:2 die Kräfteverhältnisse wieder zurecht.

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