Schon wieder: Rekordsieger Sevilla jubelt in der Europa League

© REUTERS/POOL

Sport Fußball
08/21/2020

Europa-League-Finale: Sevilla gewinnt das Spektakel gegen Inter

Bereits zur Pause stand es 2:2. Der Siegestreffer zum 3:2 für den EL-Rekordsieger fällt aus einem abgefälschten Fallrückzieher.

Sie haben es sich einfach bequem gemacht in diesem Bewerb und fühlen sich dort pudelwohl. Der FC Sevilla holte sich den vierten Titel in der Europa League mit einem sehenswerten 3:2-Sieg in Köln über Inter Mailand. Zählt man den UEFA-Cup noch hinzu, dann besitzen die Spanier gar sechs Trophäen in ihrem Schrank.

Es war jedenfalls kein Abend für schwache Nerven.
Taktieren? Abwarten? Abtasten? Den Gegner anschauen und sich zurechtlegen? Von wegen. Inter und Sevilla lieferten einander in Köln vom Anpfiff weg einen offenen Final-Schlagabtausch vom Allerfeinsten mit mediterranem Temperament.

Der erste Akt in dem Drama gehörte Inter Mailand nach nur drei Minuten.

Romelu Lukaku setzte auf seine Körperlichkeit und sich gegen Diego Carlos durch, der ihn nur mit einem Foul stoppen konnte. Dumm nur, dass dies im Strafraum geschah. Lukaku verwandelte den Elfmeter zum 1:0 und kürte sich damit zum Rekordmann. Er ist der erste Spieler, dem in elf Spielen dieses Bewerbes in Folge ein Tor gelang. Sein 34. Pflichtspieltor in seiner ersten Saison für Inter, das war zuletzt 1998 Ronaldo (dem brasilianischen) gelungen.

Perfekte Antwort

Die Antwort der stolzen Spanier? Sie waren gereizt, setzten Inter mit Angriffs-Pressing gehörig unter Druck, vereitelten somit einen geordneten Spielaufbau. Eine kollektive Mühe, die in der 12. Minute belohnt wurde.

De Jong, der Siegtorschütze im Halbfinale,  setzte sich gegen Godin durch und veredelte einen feinen Spielzug per Flugkopfball mit dem 1:1.

Das Finale bot alles, vor allem viele Emotionen. Inter-Coach Conte, das Rumpelstilzchen in der Coaching Zone,  sah die Gelbe Karte, als er einen Elfer für seine Mannschaft reklamierte. Der  niederländischen Schiedsrichter Makkelie konnte nicht über Langeweile klagen.  Nach 25 Minuten gönnten sich  beide Teams eine kurze Phase des Durchatmens.

Dann erschien abermals De Jong auf der Bildfläche und brachte Sevilla nach einem Freistoß per Kopf in Führung (33.). Was Sevilla kann, dass vermag Inter auch. Dachte sich Verteidiger Godin, der einen Freistoß mit Köpfchen zum 2:2 versenkte (35.). Pause, ausrasten.

Goldenes Tor

Auch die zweite Hälfte wurde intensiv geführt. Inter setzte weiterhin auf Konter als Stilmittel und kam damit fast zum Erfolg, als Lukaku schon wieder allein aufs Tor zog, diesmal aber an Goalie Bono scheiterte. Gut gemacht. Lukaku traf dann in der 74. Minute, allerdings nicht für Inter.

Nach einem Freistoß versuchte sich Diego Carlos mit einem Fallrückzieher, besagter Lukaku fälschte den Ball ins eigene Tor zum 3:2 für Sevilla ab.

Conte setzte alles auf eine Karte und brachte mit Sanchez und Eriksen Experten für die Offensive. Sanchez fehlte kurz danach bei einer großen Chance auch nicht viel zum Ausgleich. Das „finale furioso“ blieb für die Italiener aber dennoch aus, weil sich Inter zwar bemühte, aber kaum noch gefährlich werden konnte.

Der FC Sevilla verteidigte die knappe Führung mit Händen und Füßen und feierte danach auf dem Rasen ausgelassen den vierten Europa-League-Titel.

Für Coach Lopetegui ist es der erste Titel als Vereinstrainer.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.