Der Traum als Realität? Barcelona steht vor dem Kauf von Rapid-Leihgabe Yusuf Demir um zehn Millionen

© DIENER/Xavi Urgeles/DeFodi Images

Sport Fußball
12/11/2021

Die Akte Demir: Eine Minute fehlt zu den zehn Millionen für Rapid

Vom Leihspieler zum Pflichtkauf: Die Finanzprobleme von Barcelona sind die letzte Hürde für Yusuf Demir auf dem Weg zum Rekordtransfer von Rapid.

von Alexander Huber, Andreas Heidenreich

In der Südstadt geht für Rapid ein turbulentes Fußball-Jahr zu Ende. Nach dem Schlusspfiff der Sonntagspartie gegen die Admira (ab 14.30 Uhr) bleibt es für die Verantwortlichen der Grünen spannend: Ab 16.15 Uhr tritt Barcelona bei Osasuna an. Dieses Spiel gleicht dem ersten Matchball für Yusuf Demir und damit auch einer sorgenfreieren Zukunft in Hütteldorf. Es geht um den näherrückenden Kauf des Leihspielers durch Barcelona.

Weder die Verantwortlichen von Rapid noch die Berater des Teamspielers wollen sich zur Akte Demir äußern. In spanischen Medien wurden diverse Varianten einer ominösen Geheimklausel beschrieben.

Laut KURIER-Informationen ist der entscheidende Passus im Leihvertrag eindeutig.

Sobald der Wiener in zehn Pflichtspielen für Barcelona eingesetzt wird, greift die Kaufpflicht mit der vereinbarten Transfersumme von zehn Millionen Euro.

Neuer Spielraum für Rapid

Zoran Barisic hat sich seit dem Corona-Ausbruch als finanziell vorsichtiger Sportchef präsentiert. Mehrmals wurde betont, dass die Demir-Millionen nicht vorab verplant würden. Umso entspannender wäre ein baldiger zehnter Einsatz des 18-Jährigen, der damit Max Wöber als Rekordverkauf (7,5 Millionen) ablösen würde.

Barisic und Trainer Ferdinand Feldhofer haben einen großen Umbruch zu managen. Von 16 Spielern, die in dieser Saison eingesetzt wurden, laufen die Verträge aus. Die Wiener weigern sich mit Hinweis auf die in der Pandemie wegbrechenden Millionen, etablierten Spielern Gehälter wie vor Corona anzubieten.

Mit dem Demir-Booster könnte intern wie bei geplanten Neuzugängen anders verhandelt werden.

Gewollte Verzögerung?

Allerdings gibt es neben der einen fehlenden Minute noch ein großes Fragezeichen: Barcelona ist finanziell dermaßen angeschlagen, dass alle größeren Ausgaben von der spanischen Liga überprüft werden. Die Abfertigung für Ex-Trainer Koeman und die Ablöse für Nachfolger Xavi wurden deswegen zu einem Problem.

Dennoch wollen die stolzen Katalanen dem neuen Hoffnungsträger einen Winter-Einkauf ermöglichen. Spekulationen, dass Demir ohnehin abgeschoben würde, waren falsch.

Star statt Demir-Einsatz?

Allerdings: Laut KURIER-Informationen wurde nach den ersten strategischen Sitzungen mit Xavi angedacht, Demir die magische Schwelle erst mit Verzögerung überschreiten zu lassen. Wenn vor dem zehnten Einsatz das Transferfenster zu ist, müsste ein Kauf auch erst für die Sommer-Transferzeit verbucht werden.

Und die „freigewordenen“ zehn Millionen könnten im Jänner als Teil der Ablöse in einen neuen Star investiert werden.

Das Münchner Zeichen

Diese Planspiele würden für den schüchternen Edeltechniker eine Zwangspause auslösen: Acht Partien bestreitet Barcelona noch, bis die Transferzeit Anfang Februar endet. Erst danach würde es wieder realistische Chancen auf Spielminuten geben.

Durch den Aufstieg zum Lizenzspieler ist es Demir auch verboten, bei Barcelona II Spielpraxis zu sammeln.

Umso wichtiger war in München Xavis Zeichen: Obwohl das Spiel bei den Bayern (0:3) längst verloren war, bekam die Nummer 11 ab Minute 87 noch Spielzeit.

Xavi hat Yusuf Demir Einsatz Nummer 9 geschenkt. Welcher Trainer macht das, wenn Nummer 10 für Barcelonas Nummer 11 erst im Frühjahr folgen soll?

Serienende in der Südstadt?
Nach dem 1:0 in Genk hat Rapid am Sonntag ab 14.30 Uhr in der Südstadt noch eine Chance, im Herbst ein Ligaspiel auswärts zu gewinnen. „Es wird ein Fight um jeden Ball. Wer nach den vielen Strapazen bereit ist, übers Limit zu gehen, wird spielen“, kündigt Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer an.  

Feldhofers Rückkehr
Feldhofer hatte in der Südstadt seinen „magischen Moment“ als Verteidiger: Das Kopf-Schulter-Tor zum 1:0 gegen die Admira brachte Rapid den Titel 2005. „Eine schöne Erinnerung, nach der ich noch oft gefragt werde – aber ohne Bedeutung für unser aktuelles Spiel.“

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