SK Rapid Wien press conference

Stefan Schwab konnte sich mit Rapid nicht einigen

© EPA / CHRISTIAN HOFER

Sport Fußball
07/29/2020

Die Ära von Kapitän Stefan Schwab bei Rapid ist zu Ende

Der 29-Jährige nahm das Vertragsangebot des Rekordmeisters nicht an und wird am Donnerstag in Griechenland erwartet.

von Peter Karlik

Jetzt ist also der Schlussstrich gezogen: Stefan Schwab verlässt nach sechs Jahren den SK Rapid und sucht sich eine neue Herausforderung. Wohin die Reise geht, ist noch nicht fixiert. Griechische Medien berichten, dass sich der Ex-Kapitän mit PAOK Saloniki einig sei und am Donnerstag zu abschließenden Gesprächen und zum Medizincheck erwartet wird.

Der 29-Jährige verabschiedete sich am Mittwoch in Hütteldorf, um 19 Uhr wurde sein Abgang offiziell. „Es waren sechs unvergleichliche Jahre, in denen ich mich zuerst als neuer Spieler etablieren musste und es mit der Kraft der Gemeinschaft sogar bis zum Kapitän des SK Rapid geschafft habe. Eine intensive Zeit, die viele Aufgaben, Herausforderungen und vor allem super Momente beinhaltet hat“, sagte Schwab in einer ersten Stellungnahme.

Der Steffen-Hofmann-Nachfolger

Der Salzburger absolvierte 214 Spiele für Rapid, erzielte 51 Tore und kam auf 51 Assists. Viel wichtiger war aber noch seine Rolle als Führungsspieler, die er nach dem Karriereende von Steffen Hofmann bravourös übernommen hatte.

Rapid hatte versucht, den Führungsspieler zu einem neuen Vertrag zu überreden. Doch die finanziellen Argumente hatte der Rekordmeister nicht. Im KURIER am Dienstag hatte er auch betont, dass ihm die Laufzeit des neuen Vertrages wichtig sei.

Und er sagte auch: „Mein Herz schlägt für Rapid. Diese Mannschaft hat Potenzial, ich hoffe, dass sie zusammenbleibt.“ Der Kopf des Teams ist jetzt jedenfalls weg. „Es war mir nie eine Aufgabe, sondern immer eine Ehre, bei Rapid zu sein und ich bin sicher, dass sich in der Zukunft unsere Wege, in welcher Form auch immer, wieder kreuzen werden“, sagt Schwab.

Das Corona-Problem

Bei Rapid hinterlässt er ein großes Loch. Sportdirektor Zoran Barisic musste die Entscheidung akzeptieren und verweist auf die schwierigen finanziellen Bedingungen des Klubs wegen Corona: „Wir haben alles wirtschaftlich Mögliche versucht, um ihn bei Rapid zu halten und sind auch unter den aktuellen Corona-Rahmenbedingungen soweit gegangen, wie es für uns als Verein unter Maßgabe der Vernunft noch möglich war.“ Die Verhandlungen sind bis zuletzt gegangen. „Wir hatten offene, lange Gespräche und haben versucht, eine Lösung zu finden. Auch wir als Verein wurden mit einer massiven Wucht von der Corona-Krise getroffen, daher haben wir volles Verständnis, dass sich Stefan für das beste Gesamtpaket aus seiner Sicht entschieden hat. Wir akzeptieren seine Entscheidung natürlich, bedanken uns bei ihm auf das Herzlichste und werden ihn immer in Hütteldorf gerne willkommen heißen.

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