Fußball, SK Rapid Wien - Hartberg

Stefan Schwab will seine Zukunft geklärt wissen

© DIENER / Philipp Schalber / DIENER / Philipp Schalber

Sport Fußball
07/28/2020

Stefan Schwab setzt Rapid im Vertragspoker ein Ultimatum

Der bisherige Kapitän pocht auf eine Lösung bis Donnerstag und schwärmt vom Zusammenhalt in der Mannschaft.

von Peter Karlik

Rapid-Kapitän Stefan Schwab  ist bei den Leistungstests am Dienstag nicht an Bord. Der Vertrag des 29-Jährigen ist mit dem Ende der vergangenen Saison abgelaufen, auf einen neuen konnten sich  beide Seiten nicht einigen. Im KURIER-Gespräch macht er Druck: „Die Entscheidung hängt von Rapid ab, ob sie mir noch etwas anbieten können. Die ersten ein, zwei Tage bin ich jetzt nicht dabei, aber dann muss man eine endgültige Entscheidung treffen.“

Schwab macht keinen Hehl daraus, was ihm am liebsten wäre: "Mein Herz schlägt für Rapid." Und er hat auch Verständnis für die Probleme: „Der Klub wird länger zuwarten wollen, weil sich vielleicht im Hintergrund noch etwas mit Förderungen oder Sponsoren löst. Aber man muss sich auch in meine Rolle hineinversetzen. Ich bin schon seit drei Wochen beim AMS und muss auch planen.“

Dass die Geburt seines Sohnes Matteo Francesco vergangene Woche   Einfluss auf die Zukunft hat, bestätigt Schwab: „Natürlich macht man sich Gedanken, wie es mit der Familie weitergeht. Aber meine Frau unterstützt mich bei allem. Ich würde natürlich nichts Verrücktes wie China machen.“ Beim neuen Vertrag geht es Schwab  nicht nur ums Finanzielle. „Auch die Laufzeit ist wichtig. Ich bin jetzt 29 Jahre alt, ich brauche   keine halbe Lösung.“ Nur wegen der Lebensqualität in Wien zu bleiben sei nicht möglich.

Wertschätzung

Dass ein  Vertragsende für einen Profi während der Corona-Krise ungünstig ist, war lange Zeit nicht in seinen Gedanken. „Als es im März losging, haben wir  alles daran gesetzt, dass wir die Saison weiterspielen können.“  Er betont auch, dass dies wegen der Zugeständnisse der Spieler möglich war. „Man muss es der Mannschaft hoch anrechnen. Es geht komplett unter, dass wir mehr als ein Drittel unserer Gehälter zur Verfügung gestellt haben. Das wird nicht honoriert. Die Mannschaft hat mit dem Gehaltsverzicht und dem zweiten Platz einen Teil dazu beigetragen, dass es weitergehen kann. Wenn jeder so agieren würde wie die Mannschaft, dann hätten wir jetzt weniger Bauchschmerzen.“

An die Corona-Spiele denkt Schwab gerne zurück: „Die Bedingungen haben uns zusammengeschweißt. Wir haben uns geschworen, dass wir die finanziellen Verluste in der Champions  oder Europa League wieder hereinholen.  Ich hoffe, dass im Verein bald Klarheit herrscht, weil das Potenzial der Mannschaft da ist. Hoffentlich wird das jetzt nicht zerstört.“

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