Fu§ball, SK Rapid Wien - SV Mattersburg

Stefan Schwab und Alois Höller testeten ihre Köpfe.

© DIENER / Eva Manhart / DIENER / Eva Manhart

Sport Fußball
03/03/2020

21. Bilanz vor der Trennung: Rapid-Kapitän besteht Elch-Test

Was fiel in der 21. Runde der Bundesliga-Saison 2019/'20 positiv auf? Was blieb hingegen negativ in Erinnerung?

von Stephan Blumenschein, Christoph Geiler

Der KURIER lässt auch in dieser Saison, in der die Bundesliga erneut nach 22 Runden in eine Meister- und eine Qualifikationsgruppe geteilt wird, am Montag das jeweilige Wochenende Revue passieren. Was fiel in der 21. und dritten Runde im Jahr 2020 positiv auf, was hingegen negativ?

+ Admira-Tormann: Als Kapitän sollte man in schwierigen Zeiten vorangehen. Genau das machte Andreas Leitner am Innsbrucker Tivoli. Der Admira-Tormann zeigte eine überragende Leistung, hielt nicht nur einen von Zlatko Dedic (schwach) geschossenen Elfmeter, sondern zeichnete sich bei mehreren Chancen von Gegner WSG Tirol aus. „Unser Tormann hat uns am Leben gehalten. Er war unser stärkster Spieler“, lobte auch Trainer Zvonimir Soldo Leitner. Der Kroate durfte sich immerhin über ein 1:1 freuen. Anders als seine beiden Vorgänger Reiner Geyer und Klaus Schmidt blieb Soldo bei seinem Debüt ungeschlagen.

+ Tiroler Mini-Serie: Darf man nach zwei Partien, die nicht verloren wurden, bereits von einer Serie sprechen? Bei der WSG Tirol war nach dem 2:0-Sieg gegen den WAC und dem 1:1 am Sonntag gegen die Admira zumindest schon davon die Rede. Man muss die Verantwortlichen beim Aufsteiger aber auch verstehen: So oft haben sie es dann bisher nicht geschafft, zwei Spiele hintereinander ungeschlagen zu bleiben. Im Herbst war den Tirolern einmal eine Mini-Serie in Form von zwei Unentschieden gegen SKN St.Pölten (1:1) und den LASK (1:1) gelungen, das mag eine Erklärung für die Euphorie nach den vier Punkten in den letzten beiden Partien sein. Man kann's aber natürlich auch etwas übertreiben. Trainer Thomas Silberberger zog nach dem 1:1 gegen die Admira doch tatsächlich Parallelen mit den Spitzenteams. "Wenn Red Bull das spielt oder der LASK, dann sagt jeder: ,Wow, das ist überragend in Österreich.'

 

 

 

+ Schwabs Härte:  Stefan Schwab war beim 3:1 von Rapid gegen Mattersburg der überragende Mann. Im Finish musste der Rapid-Kapitän allerdings ausgewechselt werden. Der zweifache Torschütze war im Moment des Kopfballs zum Endstand mit Alois Höller zusammen geprallt. "Ich bin am Boden gelegen und hatte große Schmerzen. Da hab' ich gesehen, wie Taxi Fountas zu mir läuft. Ich hab' ihn gefragt: Elfmeter für uns, oder?" Schwab dachte, er sei gefoult worden.Der Grieche antwortete verwundert: "Nein, Tor für uns!" Da sich Schwab an die gesamte Szene nicht mehr erinnern konnte, sagte der Salzburger: "Und wer hat den Treffer gemacht?" Da war den Rapidlern klar, dass Schwab ausgewechselt werden muss. Die befürchtete Gehirnerschütterung wurde aber nicht diagnostiziert. Er konnte am Montag schon wieder mittrainieren.

- Austrias Abgesang: Über die ganze Saison gesehen haben wir uns nicht mehr verdient. Wenn man nur jede vierte Runde gewinnt, dann ist das einfach zu wenig.“ Nüchtern fiel die Analyse von Austria-Trainer Christian Ilzer aus, nachdem nach dem 1:1 bei Sturm Graz festgestanden war, dass sich seine Mannschaft nicht mehr für die Meistergruppe qualifizieren kann. Die Wiener können die Saison damit maximal auf Rang 7 beenden. Schlechter war der Bundesliga-Rekordmeister in der Bundesliga-Geschichte (seit 1973/'74) noch nie platziert.

- Sturms Trainer: Nestor El Maestro ist schon mit einigen, sagen wir, sonderbaren Aussagen aufgefallen. In der Pressekonferenz vor dem letzten Heimspiel gegen die Wiener Austria war es wieder einmal so weit. „Das ist ein Riesenspiel für uns, das wir unbedingt gewinnen wollen. Unsere Fans haben es auch verdient, ein tolles Spiel gegen einen großen Gegner zu sehen.“ Ganz so toll war das 1:1 gegen die Wiener auch nicht. Nicht nur, dass es keinen Heimsieg gab, das Interesse der Sturm-Fans hielt sich auch in Grenzen: 9.731 waren gegen den Bundesliga-Rekordmeister im Stadion.

- St. Pöltner Abstieg„Wir haben eigentlich im Trainingslager angesprochen, dass wir die Abwehr stärken müssen, weil wir im Herbst schon viel zu viele Gegentore kassiert haben. Und das kriegen wir einfach nicht hin. Das ist einfach sehr, sehr bitter und sehr ärgerlich. Eigentlich geht’s mir schon richtig am Arsch, weil wenn du jede Woche eine am Hut kriegst, dann ist man einfach sehr enttäuscht und das merkt man in der Mannschaft.“ Mittelfeldspieler Dominik Hofbauer drückte im TV-Sender Sky in drastischen Worten seinen Ärger über den Absturz des SKN St. Pölten auf den letzten Platz aus.


 

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