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21.04.2018

1:2 - Sturm Graz stolpert beim WAC

Drei Tage nach dem Cup-Finaleinzug erleben die Grazer in Wolfsberg böses Erwachen.

Am 10. Februar hatte der WAC in Graz gegen Sturm seinen bis Samstag letzten Sieg gefeiert. Nach neun Niederlagen in Folge musste erneut Sturm herhalten, um den Kärntnern einen Erfolg zu bescheren. Der WAC erzielte erstmals seit 18 Bundesligaspielen mehr als ein Tor und gewann mit 2:1.

Drei Tage nach dem Cup-Schlager gegen Rapid wirkten die Grazer müde. Trotz viel Ballbesitz in der ersten Hälfte fand die Mannschaft von Heiko Vogel  kein Mittel, um die tief stehenden Wolfsberger auszuspielen. Also musste ein Konter her: Dem ersten nennenswerten Vorstoß des WAC folgte ein Fehlpass von Ouedraogo. Zulj schaltete schnell, bediente Röcher und der Flügel verwandelte cool – 0:1 (34.).

Wie aus dem Nichts kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Nach einem weiten Ball von Rnic gelangte der Ball über Orgill glücklich zu Ouedraogo - 1:1 (45.).

Ein Weckruf für müde Grazer? Mitnichten. Sturm wirkte auch nach Seitenwechsel nicht frisch, war feldüberlegen aber kaum gefährlich. Einer, der am Mittwoch nicht spielte, war ebenso schläfrig. Schulz konnte einen hohen Ball nicht stoppen und legte diesen Orgill vor. Der Jamaikaner sprintete zum 2:1 davon (61.).

Reaktionen der Trainer:

Robert Ibertsberger ( WAC): "In der ersten Hälfte war ich nicht so zufrieden. Das 0:1 ist im Umschaltspiel gefallen, genau darauf haben wir vor der Partie hingewiesen. Ich habe den Spielern nach der Partie gesagt, dass sie jetzt nicht nachlassen dürfen. Es geht um Verträge und Prämien, sie müssen weiterdrücken."

Heiko Vogel (Sturm): "Es war ein völliger verdienter Sieg für den WAC. Aber auch ein bisschen unglücklich, vor allem, wie es in der zweiten Hälfte gelaufen ist. In der Offensive ist nach der Pause bis auf die Edomwonyi-Chance nichts gekommen. Der WAC hat konsequent verteidigt und unsere Fehler genutzt. Das Cupspiel lasse ich nicht als Ausrede gelten, weil wir im Flow sind. Mehr Selbstvertrauen als im Cup-Semifinale kann man nicht tanken."