Sport | Fußball-WM
16.06.2018

WM, Tag 2: Ronaldos Hattrick - Highlights und alle Tore

Auf zwei Last-Minute-Erfolge von Uruguay und Iran folgte das Spitzenspiel Portugal gegen Spanien, das es in sich hatte.

Das Aufeinandertreffen zwischen Titelmitfavorit Spanien und dem amtierenden Europameister Portugal war das mit Spannung erwartete Highlight am zweiten WM-Tag in Russland. Doch ehe die beiden Top-Teams an der Reihe waren, standen noch zwei andere Partien auf dem Spielplan.

Zum Sieg gezittert

Den Anfang machte Uruguay gegen Ägypten. Das mit Stars wie Edinson Cavani und Luis Suárez besetzte Team ging als Favorit ins Spiel, zumal Ägyptens Bester, Mohamed Salah nur auf der Bank saß und nicht zum Einsatz kam. Er verfolgte, wie seine Kollegen auf dem Platz lange dagegen hielten, am Ende aber doch verloren. Verteidiger Giménez setzte sich in Minute 89 bei einem Kopfball gegen zwei Ägypter durch und setzte den Ball punktgenau ins rechte Eck zum umjubelten 1:0. Cavani und Suárez hatten zuvor bereits gute Möglichkeiten ausgelassen.

Der Sieg von Uruguay war am Ende aber verdient, die Südamerikaner dominierten von Beginn an das Geschehen, während die Ägypter ihr Augenmerk auf Kompaktheit in der Defensive legten, gleichzeitig dadurch aber in der Offensive kaum gefährlich wurden.

Eigentor bringt Iran den Sieg

Ähnlich wie schon bei Uruguay gegen Ägypten sah auch hier kurz vor dem Ende schon alles nach einem Unentschieden aus. Bis eine Standardsituation in Minute 95 doch noch einen Sieger brachte: Aziz Bouhaddouz wollte einen Freistoß klären und köpfelte den Ball ins eigene Tor. Dabei waren es gerade die Marokkaner, die in dieser Phase etwas dominierten, allerdings ohne volles Risiko, um weitere Konterchancen zu verhindern.

Für die Iraner war es hingegen der zweite Sieg bei einer WM-Endrunde nach dem historischen 2:1-Sieg vor 20 Jahren gegen die USA.

Der dreifache Ronaldo

Das Warten hatte sich am Ende aber gelohnt, denn das Spitzenspiel zwischen Portugal und Spanien hielt, was es versprach. Mann des Abends in Sotschi war dabei Cristiano Ronaldo, der sein Team quasi im Alleingang zum schlussendlichen 3:3-Unentschieden führte. Den Anfang machte der Stürmerstar von Real Madrid bereits nach vier Minuten, als er einen Elfmeter trocken verwandelte.

Damit sollte dieses Spiel aber erst so richtig Fahrt aufnehmen. In Minute 24 war es Diego Costa, der zwei Gegenspieler austanzte und ins Eck traf: 1:1. Spanien versuchte nachzulegen, kurz vor der Pause patzte dann aber ausgerechnet Goalie David De Gea, der einen Schuss von Ronaldo ins Tor abtropfen ließ. Den erneuten Rückstand ließen die Spanier aber nicht auf sich sitzen. Erst war Costa erneut zur Stelle, diesmal per Kopf (55.), dann traf Nacho mit einem Schuss aus dem Rückraum (58.).

Die Partie war gedreht. Doch wer glaubte, dass damit die Entscheidung gefallen sei, hatte die Rechnung ohne Ronaldo gemacht. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit bekamen die Portugiesen einen Freistoß aus aussichtsreicher Position zugesprochen. Ronaldo posierte in gewohnter Manier, trat an und zirkelte den Ball über die Mauer ins Kreuzeck. Es war das 3:3 und der endgültige Schlusspunkt unter dieses Spektakel.