Gerard Pique (re.) war Spaniens Erlöser.

© APA/AFP/NICOLAS TUCAT

EURO 2016
06/13/2016

Spanien müht sich zum Auftakt-Sieg

Barcelona-Verteidiger Pique erlöst die Spanier mit einem Kopfball-Treffer in der 87. Minute.

Beinahe hätte die Mauer gehalten. Tschechien tat gegen Spanien nicht viel – außer zu verteidigen. Aber das funktionierte 87 Minuten lang. Bis Verteidiger Piqué nach vorne marschierte, von Iniesta eine perfekte Flanke serviert bekam und doch noch das erlösende 1:0 für den Titelverteidiger köpfelte.

Tschechien hatte mit der ersten und für sehr lange Zeit einzigen Möglichkeit losgelegt. Doch der Freistoß von der Strafraumgrenze war so verhalten ausgeführt wie die kommenden Offensivaktionen. Die einzige Vorgabe war offensichtlich, die Null zu halten.

Dementsprechend viele Gegner standen dem spanischen Tiki-Taka rund 30 Meter vor dem Tor gegenüber. Im 4-5-1 versuchte Tschechien, immerhin Sieger der schwierigsten Quali-Gruppe (vor Island, der Türkei und den Niederlanden), über die Runden zu kommen. Rosicky spielte anfangs sogar den Manndecker für Iniesta. An der rechten Flanke wurden gleich zwei Verteidiger aufgeboten.

Spanien - Tschechien in Bildern:

Spain v Czech Republic - EURO 2016 - Group D

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FBL-EURO-2016-MATCH8-ESP-CZE

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Das ging auf Cechs Kappe

Wenn sich die Spanier durchkombinieren konnten, war noch Star-Tormann Petr Cech im Weg. So wie bei einem Morata-Volley (15.), einem Flachschuss des Juventus-Stürmers (29.) und einem Versuch von Silva (41.).

Sekunden vor der Pause, als Rosicky schon mehr Minuten in den Beinen hatte als in der gesamten Saison mit Arsenal, gab es durch Necid sogar einen Torschuss Tschechiens. Die beste Möglichkeit hatte der Außenseiter nach einer Standardsituation, Fàbregas rettete vor der Linie (65.). Danach verteidigte Tschechien noch tiefer. Als der Ex-Austrianer David Lafata eingewechselt wurde, lief der Stürmer hauptsächlich zehn Meter vor dem eigenen Strafraum auf und ab. Die größten Chancen für die drückend überlegenen Spanier hatten Alba, der verstolperte (70.) und Silva, der verschoss (73.).

Den Spaniern fehlte nicht nur auf der Tribüne Edel-Fan Manolo, der gesundheitlich angeschlagen mit seiner Trommel zu Hause in Valencia bleiben musste. Der linke Flügel Nolito, ein ehemaliger Mitspieler des Salzburgers Soriano, blieb völlig wirkungslos.

Also machten sich die Innenverteidiger verstärkt auf den Weg nach vorne. Und solange Iniesta so geniale Vorlagen liefert wie vor dem 1:0, kann das auch reichen. Knapp war es dennoch. In Minute 92 hatte plötzlich Darida freie Schussbahn, Goalie De Gea hielt den gemeinsamen ersten Platz mit Kroatien fest.

"Wir haben uns schwergetan, weil die Tschechen so eng gestanden sind. Deswegen war der Sieg letztlich doch glücklich", gestand Spaniens Retter Gerard Piqué.

Pique: "Es war nicht leicht"

Gerard Pique (Torschütze Spanien): "Es war nicht leicht. Wir hatten viele Chancen, aber haben erst spät das Tor gemacht. Dieser Sieg im Auftaktspiel war sehr wichtig, jetzt können wir in Ruhe weitermachen."

Vicente del Bosque (Teamchef Spanien): "Wir hatten viele Chancen, hatten das Spiel absolut unter Kontrolle, das ist am wichtigsten. Jeder will mehr Tore erzielen, aber unser Stil war in den vergangenen Jahren nicht der schlechteste. Iker Casillas war vorbildlich auf der Bank. Er hat die Mannschaft durchgehend unterstützt. Es ist nicht der Moment, zu diskutieren, wer in der kommenden Partie spielt. Wir werden sehen."

Pavel Vrba (Teamchef Tschechien): "Wir wussten, dass der Gegner sehr stark ist. Spanien war besser darin, die Bälle zu erobern, Chancen herauszuarbeiten. Es ist aber enttäuschend, das Gegentor so spät zu kassieren. Wir hätten selbst auch treffen können, das passiert gegen Spanien nicht so oft. Wir haben auf unserem höchsten Niveau gespielt. Es ist schade, dass wir nicht zumindest einen Punkt geholt haben."

Petr Cech (Tormann Tschechien): "Wir sind natürlich enttäuscht über das Ergebnis. Wir haben sehr lange mitgehalten gegen den Favoriten und Titelverteidiger. Es ist nicht leicht, gegen die Spanier ein Tor zu machen. Es war ein harter Kampf, wir sind defensiv kompakt und gut gestanden. Leider ist das nicht belohnt worden."

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