Zlatan Ibrahimovic (li.) hatte die irische Abwehr um John O'Shea (re.) gut im Griff.

© APA/AFP/PHILIPPE LOPEZ

EURO 2016
06/13/2016

1:1 - Mutige Iren werden nicht belohnt

Enttäuschenden Schweden reichte ein Genieblitz von Zlatan Ibrahimovic.

Es geht auch anders als in Marseille, wo Hooligans die Fußball-EM in ein negatives Licht rückten. 73.000 Iren und Schweden, feierten im Stade de France in Saint-Denis im ersten Spiel der Gruppe E gemeinsam ein Fußballfest. Das zu sehen war eine Wohltat nach den Horrorszenen vom Wochenende.

Aber nicht nur, was sich auf den Tribünen im größten EM-Stadion abspielte, war sehenswert, sondern auch das Geschehen auf dem Spielfeld. Besonders die Iren überraschten. Sie spielten ganz anders als am Sonntag ihre Nachbarn.

Irland stellte sich nicht hinten hinein und wartete nicht auf ein Wunder wie die Nordiren gegen Polen, die dafür mit einem 0:1 bestraft worden waren. Die Schweden wirkten überrascht und konnten lange nur reagieren, aber nicht agieren.

Viele Chancen

Immer wieder wurden die Iren im Duell zweier Mannschaften, die sich erst über den Umweg Play-offs für Frankreich qualifiziert hatten, gefährlich. Nur das Führungstor wollte in der ersten Hälfte nicht fallen.

O’Shea schaffte es nicht, den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zu schießen (17.). Hendrick hatte mit einem Weitschuss Pech, der Ball landete an der Latte (32.).

Irland - Schweden in Bildern:

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Republic of Ireland's Hendrick hits the goal post

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Republic of Ireland v Sweden - EURO 2016 - Group E

Republic of Ireland's Hoolahan scores

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Republic of Ireland v Sweden - EURO 2016 - Group E

Sweden's Zlatan Ibrahimovic crosses the ball which…

Republic of Ireland's Clark scores own goal

Sweden's Zlatan Ibrahimovic, second left, celebrat…

Republic of Ireland v Sweden - EURO 2016 - Group E

Kurz nach der Pause fiel er aber, der verdiente Führungstreffer der Iren: Nach einer Flanke von Coleman kommt der nur 1,68 Meter große Hoolahan frei zum Schuss. Keeper Isaksson war chancenlos (48.).

Das Gegentor schien für die Schweden der Weckruf gewesen zu sein, doch auch in das Spiel einzugreifen. Praktisch im Gegenangriff fehlte wenig auf das 1:1. RB-Leipzig-Legionär Forsberg verfehlte jedoch das leere Tore.

Es war aber nur ein kurzes Strohfeuer des Qualifikationsgegners der Österreicher. Den Schweden unterliefen immer wieder einfache Fehler. So konnte kein Spielfluss aufkommen.

Aber es gibt ja noch einen Zlatan Ibrahimovic. Von Schwedens Superstar war nichts zu sehen – bis in die 71. Minute: Seinen scharfen Querpass köpfelte Pechvogel Clark ins eigene Tor – 1:1.

Beide Teams waren mit dem Remis nicht zufrieden. Die Schlussphase wurde zum offenen Schlagabtausch. Ein weiteres Tor sollte allerdings keines mehr fallen.

Ibrahimovic: "Ich kann mehr und muss mehr zeigen"

Wes Hoolahan (Irland-Torschütze): "Ein Tor für Irland bei einem Turnier zu erzielen war einer der schönsten Momente meiner Karriere. Jetzt freuen wir uns auf das Spiel gegen Belgien. Die Jungs sind zwar etwas enttäuscht, aber wir nehmen den Punkt mit. Wir haben viele Chancen kreiert, haben eine exzellente erste Hälfte gespielt. Ich denke, wir können stolz auf unsere Leistung sein."

Martin O'Neill (Irland-Trainer): "Wir hätten das Spiel in der ersten Hälfte entscheiden können, aber wir haben das Tor nicht gemacht. Nach der Pause sind wir verdient in Führung gegangen. Die Jungs haben es sich verdient, hier zu spielen. Wir sind über den Ausgleich natürlich enttäuscht, aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Leistung war hervorragend. Jetzt warten zwei sehr schwere Spiele auf uns."

Erik Hamren (Schweden-Trainer): "Wenn wir offensiv so schlecht spielen wie in der ersten Halbzeit, können wir Zlatan nicht richtig einsetzen. Er muss sich dann zurückfallen lassen und die Bälle selbst holen."

Zlatan Ibrahimovic (Schweden-Angreifer): "In der ersten Halbzeit war nicht alles gut, die zweite war besser. Das Wichtigste war, dass wir nicht verloren haben. Es sind noch zwei Spiele , da müssen wir punkten. Ich habe gekämpft, aber ich kann mehr und muss mehr zeigen."

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