Almer zeigt sich bislang in Bestform – die wird auch am Mittwoch wieder nötig sein.

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EURO 2016
06/20/2016

Wie die Österreicher in das Achtelfinale einziehen

Obwohl Österreich in Frankreich noch kein Tor erzielt hat, lebt die Chance auf den Aufstieg. Das letzte Gruppenspiel gegen Island muss unbedingt gewonnen werden. Was ist sonst noch nötig?

von Stephan Blumenschein

Eines ist klar: Österreich muss am Mittwoch im Stade de France in Saint-Denis gegen Island unbedingt gewinnen, um ins Achtelfinale einzuziehen. Aber aus eigener Kraft können es die Schützlinge von Teamchef Marcel Koller nicht schaffen – zumindest noch nicht.

Was muss alles eintreten, damit ein Sieg gegen die Isländer zum Aufstieg reicht?

  1. Sollte es im Parallelspiel zwischen Ungarn und Portugal ein Remis oder einen Sieger namens Ungarn geben, dann wären die Österreicher mit dem ersten Sieg in der EM-Historie als Gruppenzweiter fix im Achtelfinale. Dies hätte auch den Vorteil, dass man in diesem nicht schon am Samstag oder Sonntag, sondern erst am Montag spielen müsste. Dazu würde Österreich nicht auf den Sieger der Gruppe C (Deutschland, Polen oder Nordirland) oder Gruppe D (Spanien oder Kroatien), sondern auf den Zweiten der Gruppe B (England, Wales, Slowakei oder Russland)treffen.
  2. Gewinnt Portugal, dann wird es komplizierter, denn dann kann Österreich nur Gruppendritter werden – immer vorausgesetzt, dass das Spiel gegen Island auch wirklich gewonnen wird. In diesem Fall entscheidet der Vergleich mit den anderen fünf Gruppendritten, ob man zu den vier besten Teams gehört, die aufsteigen. Bei Punktegleichheit entscheidet erstens das Torverhältnis aus den Gruppenspielen, zweitens die höhere Anzahl der geschossenen Tore, drittens das Fair-Play-Verhalten bei der EURO und viertens die Platzierung im UEFA-Ranking für Nationalteams. Das Fair-Play-Verhalten wird mittels einer Strafpunktewertung errechnet: Für jede Gelbe Karte gibt es einen Strafpunkt, für jede Rote Karte drei Strafpunkte. Bei Gelb-Rot werden einmalig drei Strafpunkte gewertet. Österreich hält nach zwei Spielen bei sieben Strafpunkten.
  3. Dank des Sieges von Albanien gegen Rumänien ist die Chance gestiegen, dass Österreich mit einem Sieg gegen Island fix zu den vier besten Gruppendritten gehört. Denn dadurch steht fest, dass der Dritte der Gruppe A, nämlich Albanien, die Vorrunde mit nur drei Punkten abgeschlossen hat.

    Es fehlt also nur mehr ein Team, das in der Wertung der Gruppendritten hinter Österreich landen müsste. Und da gibt es einige Möglichkeiten:
  • etwa in Gruppe B, sollte die Slowakei gegen England unterliegen;
  • oder in Gruppe C, sollte Nordirland – wie allgemein erwartet wird – das letzte Gruppenspiel am Dienstag gegen Weltmeister Deutschland verlieren;
  • oder in Gruppe D, sollte Tschechien das letzte Gruppenspiel am Dienstag gegen die Türkei nicht gewinnen;
  • oder in Gruppe D, sollten Irland (gegen Italien) und Schweden (gegen Belgien) nicht gewinnen.
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