Die Entscheidung: Valon Berishas Freistoß passte ganz genau.

© APA/HERBERT NEUBAUER

Bundesliga
03/05/2017

Bundesliga-Schlager: Salzburg gewinnt bei Rapid

Sonntagspiel: Effiziente Salzburger besiegen beherzt kämpfende, aber im Abschluss harmlose Rapidler mit 1:0.

von Alexander Huber, Harald Ottawa

Der letzte Heimsieg von Rapid gegen Salzburg datiert vom 26. April 2014. Damals, beim 2:1, wurde noch im Hanappi-Stadion gespielt.

Fast drei Jahre später wurde in der Krise der Zusammenhalt, der Rapid-Geist und der Heimvorteil beschworen. Attribute, die nach vier sieglosen Partien helfen sollen. Tatsächlich sind 23.200 Fans nach Hütteldorf gekommen – als wäre nicht der Abstiegsplatz näher als ein Europacup-Platz. Zum Vergleich: den Rest der Liga wollten am Samstag 18.100 Zuschauer sehen, insgesamt.

Geholfen hat es aber ebenso wenig wie der beherzte Einsatz und Überlegenheit über den Großteil der Spielzeit. Am Ende siegte ein eiskalter Meister mit 1:0.

Anfangsschwäche

Salzburg hatte den besseren Start und durch einen Freistoß die erste Chance. Lazaro scheiterte an der Mauer (4.). Der schwache Teamspieler fungierte im 4-2-3-1-System als linker Flügel. Mit dem Abschied von Soriano war zur Überraschung von Rapid-Trainer Canadi auch gleich das 4-4-2 Geschichte.

Als Mauer präsentierte sich die Hütteldorfer Defensive auch in der umkämpften Anfangsphase. Mit viel Tempo und Selbstvertrauen nach sieben Siegen in Folge waren die Gäste vorerst Herr im Haus. Erst mit einem Kopfball von Traustason spürten die Hütteldorfer, dass auch nach vorne etwas geht (17.).

Ganz vorne rackerte Joelinton (statt Kvilitaia) und legte die beste Chance der ersten Hälfte auf. Pavelic zog ab, Walke parierte den zu zentralen Schuss (31.). Das Publikum wurde immer lauter, das Selbstvertrauen stieg, der Druck ebenso. Das Schlüsselduell Schwab – Laimer ging vorerst an den Rapid-Kapitän.

Abschlussschwäche

Nur mit dem Toreschießen hat Rapid massive Probleme – wie vier zu schwache Abschlüsse in den letzten fünf Minuten zeigten. Mit einer Schussbilanz von 11:2 haben andere Teams Spiele vorzeitig entschieden, während Salzburg einen klubeigenen Minusrekord aufstellte.

In dieser Phase hatte Szanto bereits den durch ein Lainer-Foul ausgeschiedenen Traustason ersetzt. Der Isländer verletzte sich am Seitenband im Knie. Schiedsrichter Hameter vergaß ebenso auf die gelbe Karte wie bei einem Foul von Max Hofmann an Lazaro. Ausgleichende Fehlerhaftigkeit.

Auch nach der Pause drückte Rapid – und Salzburg konterte. Schlager schickte Laimer, das Eins-gegen-Eins entschied Goalie Knoflach ganz knapp für sich (54.).

Als der starke Schaub zur Mitte dribbelte, hatte Canadi die Hände zum Torjubel gehoben. Doch wie so oft fand der Ball nicht das Ziel (65.). Mehr Effizienz bewies der Meister. Nach einem Foul von Max Hofmann an Schlager schritt der bis dahin unauffällige Valon Berisha zum Freistoß. Aus 24 Metern zirkelte der Norweger den Ball ins Kreuzeck – 0:1 (71.).

Der Dauerdruck im Finish blieb (wie zwei Konter über Oberlin) ergebnislos.

Bundesliga, 24. Runde

SK Sturm Graz - SCR Altach

3:0

(1:0)

WAC - FC Admira

1:1

(1:0)

SV Ried - Austria Wien

0:3

(0:2)

SV Mattersburg - SKN St. Pölten

1:0

(0:0)

Rapid Wien - Red Bull Salzburg

0:1

(0:1)

Tabelle:

1.

Red Bull Salzburg

24

16

4

4

49:17

32

52

2.

SCR Altach

24

14

4

6

38:29

9

46

3.

Austria Wien

24

14

2

8

46:33

13

44

4.

SK Sturm Graz

24

13

3

8

40:24

16

42

5.

Rapid Wien

24

7

8

9

34:27

7

29

6.

WAC

24

8

5

11

30:38

-8

29

7.

FC Admira

24

8

5

11

22:37

-15

29

8.

SKN St. Pölten

24

6

6

12

27:43

-16

24

9.

SV Mattersburg

24

6

5

13

23:37

-14

23

10.

SV Ried

24

6

2

16

19:43

-24

20

Rapid - Salzburg 0:1 (0:0)

Wien, Allianz Stadion, 23.200, SR Hameter

Tor: 0:1 (71.) V. Berisha (Freistoß)

Rapid: Knoflach - Dibon, Sonnleitner (76. Kvilitaia), M. Hofmann - Pavelic, Auer, Schwab, Kuen (76. Schrammel) - Schaub, Traustason (38. Szanto) - Kvilitaia

Salzburg: Walke - Lainer, Wisdom, Miranda, Ulmer - Schlager, Laimer, Samassekou, Lazaro (70. Oberlin) - V. Berisha - Hwang (82. Radosevic)

Gelbe Karten: keine bzw. Schlager, Lazaro

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