Sport | Bundesliga
28.10.2017

1:0 gegen Admira: Rapid baut Siegesserie aus

Louis Schaub, der Torschütze zum vierten 1:0 in Folge, jubelte für seinen Sohn und im Gedenken an Vater Fred Schaub.

Die Siegesserie von Rapid wird schön langsam unheimlich: Auch gegen die Admira gab es ein 1:0. Es war in der Bundesliga das vierte 1:0 in Folge, das insgesamt siebente gewonnene Pflichtspiel in Serie und die zehnte Partie ohne Niederlage. Außerdem hat Goran Djuricin seinen letzten schwarzen Fleck ausgebessert: Lediglich gegen die Admira hatte der Cheftrainer noch nicht gepunktet.


13. Runde:

Samstag, 28.10.2017

Salzburg - Altach

2:0 (1:0)

Tore: Wolf (29.), Haidara (81.)

Mattersburg - St. Pölten

1:1 (0:1)

Tore: Pink (64.) bzw. Stec (31.)

LASK - Austria

2:2 (0:2)

Tore: Michorl (71., 84. FE) bzw. Holzhauser (15.), Pires (43.)

Rapid - Admira

1:0 (1:0)

Tor: Schaub (26.)

Die Südstädter begannen mit dem Selbstvertrauen von sechs Liga-Spielen ohne Niederlage, der offensiven Startelf vom starken 1:1 gegen Salzburg und dementsprechend ambitioniert. Rapid setzte stärker als gegen die Austria auf Kombinationen und kam in Minute 10 erstmals bis zum Tor. Aber Giorgi Kvilitaia schaffte unbedrängt aus sieben Metern nur einen Rückpass.

Die Hütteldorfer präsentierten sich sehr ballsicher, dominierten das Geschehen – das 1:0 fiel aber trotzdem aus einem Konter. Zwei Mal reklamierten die Gäste vergeblich Foul, am Anfang der Aktion und ganz am Ende, als Kvilitaia Fabio Strauss wegblockte. Dahinter wartete Louis Schaub.

Über Bolingoli und Veton Berisha war die Kugel zum Jungvater gekommen, der nach seinem Treffer den Schnullerjubel für Sohn Nino zeigte (26.). Das 1:0 hat aber noch einen weiteren familiären Bezug: Mit dem 23. Bundesliga-Treffer hat Louis seinen viel zu früh verstorbenen Vater, den Admira-Stürmer Fred Schaub, eingeholt.

Nicht effizient

Die gegenüber dem 2:1 im Cup-Derby mit sechs Neuen gestarteten Rapidler spielten auch danach wie aus einem Guss. Die beste Chance hatte abermals Kvilitaia: Nach einem Doppelpass mit Schaub traf der Georgier allein vor Andreas Leitner das Tor nicht (36.). Zu genau zielte hingegen Thomas Murg, sein Freistoß prallte an die Latte (45.). Dazwischen hatte die Admira durch einen Kopfball von Sasa Kalajdzic den einzigen Torschuss vor der Pause (41.).

Für die zweite Hälfte brachte Rapid-Spezialist Ernst Baumeister (fünf Siege in sieben Duellen) Marcus Maier für Dominik Starkl, und er schob Christoph Knasmüllner in die Spitze. Die flotte Partie war dadurch nicht mehr so einseitig. Max Sax vergab im Konter (52.). Es wäre im dritten Spiel im Allianz Stadion der erste Admira-Treffer gewesen.

Eine einzige der feinen Kombinationen in Grün aus Hälfte eins gab es nach dem Wechsel noch zu sehen: Schaub legte zurück auf Thomas Murg, doch der starke Markus Wostry konnte auf der Linie klären (69.).

Wackeliges Ende

Ansonsten verlegten sich die Hausherren mit Joelinton und Philipp Schobesberger als Joker aufs Kontern. Immer wieder wurden Gelegenheiten verstolpert, einmal fand Murg Joelinton, doch Leitner hielt (82.). Und plötzlich war sie da, die Chance der Gäste: Joker Marcel Holzmann flankte, Christoph Knasmüllner schoss freistehend aus fünf Metern drüber (89.). Eigentlich unglaublich, dass es beim 1:0 blieb. Denn auch Schaub vergab noch eine Topchance.


Tabelle:

1.

Red Bull Salzburg

13

8

4

1

26:10

16

28

2.

SK Sturm Graz

12

9

1

2

25:14

11

28

3.

Rapid Wien

13

7

4

2

23:16

7

25

4.

Austria Wien

13

5

4

4

23:19

4

19

5.

FC Admira

13

5

3

5

24:23

1

18

6.

LASK Linz

13

4

5

4

16:16

0

17

7.

SCR Altach

13

4

4

5

14:17

-3

16

8.

WAC

12

3

3

6

15:19

-4

12

9.

SV Mattersburg

13

1

5

7

14:25

-11

8

10.

SKN St. Pölten

13

0

3

10

9:30

-21

3

Rapid – Admira 1:0 (1:0)

Wien, Allianz Stadion, 16.800, SR Drachta

Tor: 1:0 (26.) Schaub

Rapid: Strebinger - Auer, M. Hofmann, Galvao, Bolingoli - Ljubicic, Schwab - Schaub, Murg (88. Petsos), Ve. Berisha (73. Schobesberger) - Kvilitaia (64. Joelinton)

Admira: Leitner - Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner - Sax (83. Holzmann), Lackner, Knasmüllner, Starkl (46. Maier) - Kalajdzic (65. Jakolis), Grozurek

Gelbe Karten: Schwab bzw. Maier, Zwierschitz

Wir können bei unseren Siegen nicht immer von Glück reden

Goran Djuricin: "Wir sind unserem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen. In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt und uns viele Chancen erarbeitet. In der zweiten Hälfte war die Admira phasenweise etwas gefährlicher, doch wir haben es trotzdem gut zu Ende gespielt. Aber unsere Chancenauswertung war ganz schlecht. Kvilitaia hadert viel mit sich selbst, er ist noch relativ jung und muss noch lernen. Die Mannschaft hat ihn aufgebaut und für ihn gerackert. Wir können bei unseren Siegen nicht immer von Glück reden. Das Spiel heute kann auch 4:0 oder 4:1 ausgehen. Wir müssen hart an unserer Chancenauswertung arbeiten, das heißt immerhin, mir gehen die Trainingsinhalte nicht aus."

Ernst Baumeister: "Speziell in der ersten Hälfte hatten wir zu viele Abspielfehler und zu wenig Bewegung ohne Ball, Rapid hat uns gut zugestellt. Gott sei Dank hat Rapid nur 1:0 gewonnen, sie hätten auch 4:0 oder 5:0 gewinnen können. Wir hatten nur am Schluss eine Chance, also geht ihr Sieg in Ordnung. In der zweiten Hälfte war es ein bisschen besser, aber nach vorne hin war es zu wenig."

Louis Schaub: "Wir hatten richtig viele Chancen, auch ich muss die Chance am Schluss machen. Ich freue mich, dass ich an Bundesliga-Toren mit meinem Vater gleichgezogen bin, und ich hoffe, dass ich noch mehr mache. Heute haben wir besser gespielt als im letzten Derby, wir müssen nur unsere Chancen besser nutzen."