Das Albergo auf 2400 Meter. Pasta- und Pistengenuss.

© Albergo

Reise
01/27/2019

Im Zillertal stehen die luxuriösesten Skihütten

Kein Wunder, dass Helene Fischer hier gerne logiert. Luxus-Suiten und beste Kulinarik im "Albergo" und Uriges in der Kashütte.

von Maria Gurmann

Eingeschneit auf dem Berg (2400 m) im Hochzillertal. In der Nacht haben Ratracs die Pisten glatt gewalzt. Um neun Uhr Früh liegen wieder 60 Zentimeter Neuschnee drauf. Die Bergbahnen sind wegen des Schneetreibens noch nicht bis zu den Gipfeln in Betrieb. Die jungfräulichen Hänge gehören daher uns. Wir sind elf Gäste, die im neu eröffneten Albergo – ein modernes und geschmackvolles Bergrestaurant mit sieben exklusiven Suiten – übernachtet haben.

Bei jedem Schwung staubt der knietiefe Schnee ins Gesicht. Eine herrliche Stille rundherum. So ruhig, dass man glaubt, die Schneeflocken fallen zu hören. „Keine Lawinengefahr auf der Tiefschneepiste“, versichert uns Tourismuschef Manfred Pfister. Es wird für uns ein unvergessliches Skierlebnis.

Albergo, mediterrane Küche, viel Holz und viel Glas.

48 bis 75 Quadratmeter Suiten.

Die Spaghetti werden im Parmesan angerichtet.

Gemütlichkeit mit Stil.

Sauna mit gewaltigem Panorama. Ab 17 Uhr sind alle Skifahrer weg. Nur Die Gäste des Albergo bleiben.

Jede der sieben Suiten des Albergos hat eine eigene Infrarotkabine.

Das Albergo ist auch die Bergstation der neuen 10-er-Gondelbahn.

Neue Gondel, neue Hütten

Gipfelglück heißt es vor allem in den Luxus-Hütten, die alle Stückeln spielen – vom Whirlpool auf der Terrasse, über maximal ein Dutzend exquisite Suiten mit jeweils einer eigenen Infrarotkabine bis zu kulinarischen Hochgenüssen und gut bestückten Weinkellern. „85 Prozent unserer Gäste sind Stammgäste“, freut sich Manni Kleiner, der seit zehn Jahren mit Ehefrau Moni den Urlaubern in der Wedelhütte ein familiäres Ambiente mit viel Privatsphäre bieten, das auch Helene Fischer vor zwei Jahren (noch mit Florian Silbereisen) zu schätzen wusste.

Vom Bett auf die Piste und vom Gipfel ins Tal – das genießen seit Dezember 2018 auch die Gäste des Albergo, das ebenfalls zu Manni Kleiners Betrieben zählt. Während die Wedelhütte im klassischen Tiroler Stil gebaut wurde, spiegeln die modernen Panoramafenster der Bergstation der neuen Gondelbahn „Wimbachexpress“ die gewaltige Kulisse wider.

Voll Eifer und Engagement bietet das junge Paar Tamara und Dominik, dem Boss Manni die Leitung des Albergos übergab, ihren Tages- und Übernachtungsgästen hausgemachte Pasta, Teigtaschen und exquisite Kreationen aus Fisch und Meeresfrüchten. „Mediterraner Genuss mit Weitblick“, lautet ihr Motto.

Zu den bestehenden Bergrestaurants, wie der Wedelhütte und der mehrfach ausgezeichneten Kristallhütte, kamen heuer nicht nur das Luxusrestaurant Albergo, sondern auch die wirklich einzigartige Kashütte (2000 m) dazu. Simone und Hannes, die Pächter der urigen Holzhütte, versprühen Charme und verwöhnen die Skifahrer mit „ausschließlich frischen Zutaten, die möglichst aus der Region und aus kontrolliert biologischem Anbau stammen“, versichert Simone. Weil sie nicht mit so viel Zuspruch der Winterurlauber in ihrer ersten Saison rechnete und zu wenig Personal hatte, improvisiert die Wirtin: „Meine Tochter Sophia, die Schwägerin und der Bruder helfen aus.“

Ein feines Platzerl

Vor 120 Jahren – hoch über Kaltenbach im Zillertal, auf der Mizunalm – wurde diese Hütte von Bauern errichtet und im riesigen Kupferkessel frischer Käse hergestellt. Mit vereinten Kräften wurde sie Balken für Balken abgetragen und originalgetreu am Hirschbichl im Skigebiet Hochzillertal/Kaltenbach wieder aufgebaut.

Hinter dem Projekt stehen die geschäftstüchtigen Geschwister Heinz und Martha Schultz, die im Tourismus neue Maßstäbe gesetzt haben: Sie bauten in Windeseile die neue, mit Rolltreppen bestückte, Zentralstation (1760 m) Mountain View mit Kindergarten, Skidepot, Sportgeschäft und einem schicken Selbstbedienungsrestaurant. Und abseits der neuen Skipisten entstand ein Winterkletter- und - alpinsteig, der von der Wedelhütte bis zum Albergo führt.

Dort ist die Nacht sternenklar, der Morgen himmlisch blau. Vom Bett der Blick durch die Panoramascheibe auf verschneite Berge in Augenhöhe, als wär’s ein Gemälde von Alfons Walde. Die Gedanken schweifen zu Theodor Fontane – „Am Waldessaume träumt die Föhre. Am Himmel weiße Wölkchen nur. Es ist so still, dass ich sie höre, die tiefe Stille der Natur“ –, bevor die 10er-Gondeln die ersten Skifahrer des Tages ins Albergo befördern und der fröhliche Trubel beginnt.

Anreise Mit den ÖBB bis Jenbach, weiter  mit der Zillertalbahn (5,40 €)  nach Kaltenbach. www.oebb.at

Kindergarten in der Bergstation Mountain View. Preis: 30–33 €/ pro Tag.

Skipass Tageskarte f. Erw. mit Gästekarte 53 €, Zillertaler Superskipass: 4 Tage 184,50 €.Nachtskilauf Hochzillertal: Erw.10 €, Kinder 5 €, Jugendliche 8 €.

Albergo Modern, mutig, geschmackvoll und ganz neu.7 Suiten (40 bis 75 m²) mit eigener Infrarotkabine,  Panoramablick auf 2400 m. Großartige, italienische Küche. Ab 200 €/  P., inkl. HP, Jause, Gratis-Minibar, Spa. albergo.at

Essen und Trinken Kashütte: Die 120 Jahre alte, urige Sennerhütte wurde  original am Hirschbichl wieder aufgebaut.    Um die zwei Luxuszimmer (ab 180 €/2 Personen)  ist immer ein Griss. Liebevoll geführt von Simone und Hannes. kashuette.com
Wedelhütte:  Familiär  von Moni und Manni geführte Hütte auf 2350 m, großartige Küche, Weinkeller und 12 Luxussuiten, Spa. wedelhuette.at
– Kristallhütte: Genuss und Lifestyle am Berg. kristallhuette.at
– Mountain View: neue, stylische  Bergstation mit  SB-Restaurant.