maya hakvoort im Norden Hollands am Meer.

© /Privat: Maya Hakvoort

Holland
01/31/2017

Maya Hakvoorts Hotspots von Amsterdam

Musicalstar Maya Hakvoort kehrt in Holland immer wieder an die Orte ihrer schönsten Erinnerungen zurück.

von Maria Gurmann

Berge braucht sie nicht, die beängstigen sie. Maya Hakvoort liebt das Flachland, die Weite. "Da kann man so weit denken", sagt die Holländerin. Seit die Musicalsängerin 1994 ihre Karriere als "Elisabeth" in Österreich startete und ihren Wohnsitz nach Brunn am Gebirge verlegte, fährt sie drei Mal im Jahr in ihre Heimat. "Es ist ein bissl Melancholie."

Mit den beiden Söhnen, Joshua (14) und Jason (7) und ihrem Partner Marc verbrachte sie zuletzt Weihnachten in Holland. "Wir besuchen dann die ganze Familie, Marc hat zwei Geschwister, ich drei, das ergibt eine Rundreise. " Erst wird die Mutter von Maya in Nijmegen, ganz an der Grenze zu Deutschland, dem Geburtsort der Künstlerin, besucht. Maastricht, wo sie am Konservatorium, und Amsterdam, wo sie an der Kleinkunstakademie studierte, sind immer Fixpunkte.

Stadt der Grachten

Im Jordaan, früher ein Arbeiterviertel, das jetzt einer der angesagtesten Stadtteile Amsterdams ist, geht sie immer mit schönen Erinnerungen durch die Straßen. "Ich sehe mich jedes Mal, als ich mit neunzehn Jahren hier vor der Kleinkunstakademie stand, um die wahnsinnig schwierige Aufnahmeprüfung zu machen. Es wurden nur acht genommen, ich war dabei." Sehenswert im Jordaan sei die protestantische "Westerkerk". Gleich daneben liegt das "Anne Frank Haus".

Ein Muss ist eine Bootsfahrt durch die Grachten. Besonders von Dezember bis Ende Jänner, wenn Künstler aus der ganzen Welt fürs "Light Festival" die Stadt mit Lichtinstallationen beleuchten. Hakvoort: "Da sind die drei Hauptgrachten von Amsterdam, Keizers-, Prinsen- und Herengracht, die sind breiter als die anderen. Sie sind um 1700 gebaut und extra breit, damit die reichen Kaufleute, die an den Grachten wohnten, ihre Schiffe vor der Türe parken konnten."

Wenn sie so viel unterwegs in Holland sind, fahren die Hakvoorts immer mit dem Auto. Ganz im Norden des Landes, bei St. Maartenszee, leben Marcs Eltern. "Dort haben wir uns bei einem Bauernhof einen umgebauten Wohnwagen gemietet. Wir saßen im Freien im Whirlpool unter dem Sternenhimmel. Herrlich." Mayas Kinder lieben das Reisen mit den Eltern. Nachsatz:"So lange die Kinder unserer vielen Geschwister dabei sind und was los ist."

Ist das Herumfahren – vorigen Sommer reisten sie mit dem Campervan durch Frankreich – überhaupt erholsam? "Ich entspanne mich, wenn ich viel tue. Bitte nicht sieben Tage am Strand. Da werde ich wahnsinnig", sagt Hakvoort in der Garderobe des Ronacher Theaters, wo sie sich auf die Vorstellung "Don Camillo und Peppone" vorbereitet. Sie mag Campingplätze. "Dort findet man die Holländer, die sind Camper und alle reden sofort mit dir. Sie sind locker und flexibel, die Wiener haben den Schmäh." Deshalb fühlt sie sich auch in den braunen Cafés (Bruine Café’s ) so wohl. Das sind die Kneipen, mit ihrer charakteristischen dunklen Einrichtung. Dort findet man die typische Amsterdamer "Gezelligheid". Geselligkeit macht die Holländer aus.

Erst im Sommer wird Hakvoort wieder nach Holland kommen. Bis dahin steht der Musicalstar fast jeden Tag auf der Bühne des Ronachers, um "die alte Gina" zu spielen und zu singen. In einer Maske, die eineinhalb Stunden aufgetragen wird und in der die 50-Jährige nicht zu erkennen ist. Ihren runden Geburtstag feierte sie mit einem Bühnenauftritt, bei dem sie sich bei all ihren Wegbegleitern bedankte und sagte: "Jetzt fange ich die nächsten 50 Lebensjahre an." Und in denen wird sie noch oft ihre Heimat besuchen.

Die Hotspots von Maya Hakvoort

1. Mein schönster Spaziergang führt mich durch das malerische Viertel Jordaan mit den Galerien, Restaurants und Bruine Cafés.

2. Die besten Märkte sind der Dappermarkt für Gemüse, Blumen, vor allem Tulpen. Oder der Waterlooplein mit den tollen Secondhand-Klamotten und auch Neuwaren.

3. Der schönste Ausblick ist vom A’damtower, direkt am IJ, der neue Hotspot. Oben befindet sich jetzt eine Dreh-Bar und ein tolles Restaurant.

4. Ich kaufe am liebsten bei jedem Holland-Besuch alten Käse auf den Märkten. Vor allem den Kümmelkäse, Komijnenkaas. Und alle Zutaten aus der indonesischen Küche für Nasi und Bami Goreng.

5.Mein liebstes Restaurant ist das Sampurna, dort essen wir immer das herrliche indonesische Gericht Rijsttafel für zwei Personen. Das sind lauter verschiedene Häppchen, quer durch die Speisekarte. Die Tapas von Indonesien.

Info

Anreise Direktflüge etwa von Wien nach Amsterdam von austrian.com und klm.com

Essen & Trinken Sampurna, Indonesisches Restaurant, Singel 498, www.sampurna.nl
– A’dam Toren, Rooftop mit Aussicht, www.adamtoren.nl
– Het Stadspaleis, hippes Lokal, www.stadspaleis.com

Märkte Dappermarkt für Gemüse, Blumen, Tulpen. Mo.–Sa. 9.00 bis 17.00 Uhr, www.dappermarkt.nl
– Waterlooplein Markt, Flohmarkt, www.waterlooplein.amsterdam

Museen Scheepvaartsmuseum, www.hetscheepvaartmuseum.nl
– Nemo Science Museum, www.nemosciencemuseum.nl

Auskunft www.holland.com

Termine Maya Hakvoort als „Die Alte Gina“ (siehe Bild unten) im Musical „Don Camillo und Peppone“, an der Seite von Andreas Lichtenberger und Frank Winkels neu im Wiener Ronacher Theater, bis Ende Juni 2017,
– „Voices of Musical Special“ mit Mark Seibert, Ramesh Nair, Marjan Shaki, Lukas Perman, Fräulein Mai und Maya Hakvoort am 22. Mai 2017 im Ronacher
www.vbw.at Tickets unter: www.musicalvienna.at

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