Reise
07.01.2013

Wie sicher ist Äthiopien?

Das Außenministerium hat eine partielle Reisewarnung für Äthiopien herausgegeben - ein Reise-Experte sieht das nicht so eng.

In Äthiopien wurden vier Österreicher während einer Schlauchboottour in der Nähe von Bahir Dar und den Nil-Wasserfällen überfallen und einer davon getötet. Laut dem österreichischen Außenministerium herrscht erhöhtes Sicherheitsrisiko, es gibt eine partielle Reisewarnung für die Regionen Somali und Afar. Ganz fern bleiben sollte man Äthiopien deswegen aber nicht, meint Peter Weber im Gespräch mit dem KURIER.

Der Reiseleiterwar schon mehrmals in Äthiopien, hat Reisen dorthin organisiert und verfolgt seit Jahren die Situation im Land. "Das Land ist groß und es gibt viele lohnende Gegenden ohne Probleme.“ Abraten würde Weber aber von Reisen zur Danakil-Wüste, für die auch das Außenministerium eine Reisewarnung ausspricht. Dort kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Übergriffen gegen Touristen. Die Danakil-Senke liegt an der Küste des Roten Meeres im Afar-Dreieck in Eritrea, Äthiopien und Dschibuti: „Die bietet landschaftlich ohnehin nicht viel“, meint Weber. Auch im Grenzgebiet zu Somalia besteht das Risiko von Entführungen, dorthin zu reisen wird also dringend abgeraten. Für die touristischen Gebiete heißt es laut dem Reiseleiter: „Wenn man Vorsicht walten lässt, gibt es keine Bedenken“.Von Seiten des Außenministeriums heißt esweiter: "Von Übernachtungen im Freien und Campieren abseits von bewachten Anlagen ist dringend abzuraten. Reisen in entlegene Gebiete, vor allem abseits der traditionellen Touristenrouten, sollten wenn überhaupt nur in Begleitung von einheimischen Reiseführern oder äthiopischem Sicherheitspersonal unternommen werden".

Äthiopien als Reiseziel