Reise
08.08.2017

Business Class: Reise-Blogger bietet Fremden Sitzplatz an

Sie träumen schon immer von einem Sitzplatz in der Business Class? Reise-Blogger Gilbert Ott macht's möglich.

Flugreisen können manchmal ganz schön beschwerlich sein. Vor allem wenn man sie in der Economy Class absolvieren muss. In den Genuss eines kostenlosen Upgrades kommen nur die wenigsten. Dank eines US-amerikanischen Reise-Bloggers sind die Chancen auf einen Sitzplatz in der komfortablen Business Class nun gestiegen.

Gilbert Ott, gebürtiger New Yorker und Gründer der Reisedeal-Website "God Save the Points", verkündete auf seinem Blog, dass er jedem Fremden, der ihn am Flughafen erkennt, seinen Sitzplatz in der Business Class zur Verfügung stellen wird. "Wenn du mich am Flughafen - am Check-in, bei der Sicherheitskontrolle, am Terminal, in der Lounge oder am Gate - findest, werde ich den Sitzplatz mit dir tauschen, wenn wir auf demselben Flug gebucht sind", schrieb Ott.

Das großzügige Angebot gilt Ott zufolge bis Ende des Jahres. In Interviews wird Ott nicht müde seine "Catch Me If You Can"-Aktion zu bewerben: "Das Beste an der Business Class ist das Bett. Ich denke, dass die Business Class es den Menschen erlaubt, so etwas Ähnliches wie echten Schlaf zu bekommen", erklärte er dem Independent.

Cleverer Werbegag

Behält man die Social-Media-Aktivitäten des US-Amerikaners im Auge, kann man die Chancen auf das Gratis-Upgrade erhöhen. Auf Instagram oder Twitter gibt er wenige Tage vor seinem Abflugtag Hinweise über seine Aufenthaltsorte bekannt. Hier kommt auch Otts Motivation für die gönnerhafte Aktion ans Licht: Er wolle mit dem Angebot mehr Menschen auf seine Aktivitäten als Reise-Blogger aufmerksam machen, gab er im Interview mit dem Independent zu.

Dass seine Marketing-Strategie funktioniert, zeigt nicht zuletzt ein Deal, den er kürzlich mit British Airways abschloss. Die Fluglinie bot dem Blogger zehn zusätzliche Upgrades an, die er an Fremde, die ihn am Flughafen erkennen, verschenken kann.

Wie Otts Twitter-Profil zu entnehmen ist, wird sich der 30-Jährige in den kommenden Monaten unter anderem an den Flughäfen in Zürich, Luxemburg und Frankfurt aufhalten. Mit ein bisschen Glück kann man das Upgrade also auch in Europa abstauben ...