Beim Landen und Abheben ist es im Flieger dunkel.

© BraunS/istockphoto

Erklärung
12/22/2016

Flugzeug: Warum beim Abheben das Licht ausgeht

Bei Abflug und Landung gehen im Flugzeug die Lichter aus. Warum das so ist.

Gedimmte oder gänzlich abgedrehte Lichter und hochgeschobene Fensterblenden sind, neben geschlossenen Sitzgurten, hochgeklappten Tischen und senkrechten Sitzen, beim Abheben und Landen eines Flugzeugs stets Pflicht. Doch warum wird man als Passagier eigentlich dazu aufgefordert dies zu tun?

Zun√§chst zur Lichtfrage. Das Dimmen der Kabinenbeleuchtung dient der Sicherheit von Passagieren und Crew. Start und Landung sind stets kritische Phasen, die Sicherheitsvorkehrungen sind daher verst√§rkt. Kommt es tats√§chlich zu einem Notfall oder Ungl√ľck, m√ľssen sich die Passagiere bei einem Ausfall der Bordelektronik nicht an die neuen Lichtverh√§ltnisse gew√∂hnen und k√∂nnen schneller agieren. "In einem solchen Fall z√§hlt sprichw√∂rtlich jede Sekunde", erkl√§rt Luftfahrtexperte Heinrich Grossbongardt gegen√ľber Travelbook. Auch die Wegweiser zu den Notausg√§ngen seien so schneller erkennbar. Mit Energiesparen hat die Ma√ünahme also nichts zu tun.

Hinter den hochgeschobenen Rollos steckt ein anderer Sicherheitsgedanke. Die Crew kann durch die ge√∂ffneten Fenster die Lage au√üerhalb des Flugzeuges besser beurteilen und beispielsweise erkennen, ob ein Triebwerk Feuer gefangen hat oder auf welcher Seite die Passagiere evakuiert werden m√ľssen. Auch das kann im Ernstfall wichtig sein. "Im Falle eines unerwarteten Zwischenfalls oder gar eines Unfalls m√ľssen einerseits die Flugbegleiter ungehindert nach drau√üen schauen k√∂nnen, um sich einen √úberblick √ľber die Lage zu verschaffen", so Grossbongardt. Zum anderen k√∂nnen auch Rettungskr√§fte dank der ge√∂ffneten Fensterl√§den die Situation im Flugzeug blitzschnell erfassen.

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