© Martin Gnedt

Bildung
06/10/2013

Zahl der Studienabschlüsse seit 2000/01 verdoppelt

Das Bologna-System und steigende Studierenden-Anzahl werden als Gründe angeführt.

Mehr Studierende, mehr Abschlüsse. Diese Entwicklung bestätigte nun die jüngste Auswertung aus der statistischen Datenbank des Wissenschaftsministeriums. Demnach hat sich Zahl der Studienabschlüsse an den österreichischen Universitäten vom Studienjahr 2000/01 bis 2011/12 verdoppelt. Die Absolventen-Zahl stieg von 17.155 Personen 2000/2001 auf 34.342 im Jahr 2011/12. Als Ursache für den steilen Anstieg wurde die starke Zunahme der Studentenzahl und die Umstellung auf das Bologna-System, das schnellere Studienabschlüsse ermöglicht, genannt.

Für den Erstabschluss im Bologna-System, den Bachelor, ist im Regelfall eine Mindeststudienzeit von nur sechs Semestern vorgesehen, für den Erstabschluss im "alten" Diplomstudiensystem (meistens: Magister) eine Mindeststudienzeit von im Regelfall acht Semestern. Dementsprechend ist auch der Zweitabschluss im Bologna-System (Master) schneller erreichbar als im Diplomstudium (Doktorat). In den vergangenen Jahren sind die meisten Diplomstudien auf das Bologna-System umgestellt worden.

Insgesamt haben 2000/01 15.070 Personen einen Erstabschluss erreicht, 2011/12 waren es 27.209. Bei den Zweitabschlüssen war sogar mehr als eine Verdreifachung zu verzeichnen. 2000/01 wurden noch 2.085 Doktorate abgeschlossen, 2011/12 gab es dagegen schon 7.133 frisch gebackene Master bzw. Doktoren.

Frauenanteil steigt

Auch beim Frauenanteil hat sich einiges getan: Herrschte 2000/01 noch praktisch Geschlechterparität bei der Zahl der Gesamt-Abschlüsse, haben die Frauen mittlerweile mit einem Anteil von 56,7 Prozent klar die Nase vorn. Bei den Erstabschlüssen beträgt der Frauenanteil mittlerweile sogar fast 60 Prozent.

Knapp in Führung liegen die Männer dagegen noch auf höherem akademischem Niveau: Bei den Zweitabschlüssen kommen sie noch auf einen Anteil von 53,2 Prozent - im Vergleich zu den 62,8 Prozent im Studienjahr 2000/01 deuten allerdings auch hier die Zeichen auf ein baldiges Vorbeiziehen der Frauen.

Mehr Geld

Indes konstatierte eine am Montag veröffentlichte Studie der European University Association (EUA), dass Österreich heuer nach Island im Vergleich zum Vorjahr seine öffentlichen Uni-Ausgaben im Europavergleich am stärksten gesteigert hat. Beide Länder verzeichneten ein nominelles Plus von mehr als zehn Prozent, wobei für Österreich keine exakte Prozentzahl ausgewiesen wird. Einschnitte von mehr als zehn Prozent machten dagegen Ungarn (minus 19 Prozent) und Griechenland (minus 25 Prozent).

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