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Politik Inland
12/13/2021

Neos fordern 3-G-Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

Es sei „hoch an der Zeit“ für diesen Schritt, meint Neos-Gesundheitssprecher Gerald Loacker im KURIER-Gespräch.

von Elisabeth Hofer

Neos-Gesundheitssprecher Gerald Loacker wundert sich. Der Grund: Während in weiten Bereichen des öffentlichen Lebens eine 2-G-Regel gilt und am Arbeitsplatz eine 3-G-Regel, reicht im öffentlichen Verkehr das Tragen einer FFP2-Maske.

Das sei in Sachen Pandemie-Bekämpfung kontraproduktiv, glauben die Pinken. Sie fordern nun eine 3-G-Pflicht im öffentlichen Verkehr. Nur wer getestet, geimpft oder genesen ist, soll einsteigen dürfen. Dafür sei es hoch an der Zeit.

Gerald Loacker

"Wer mit dem Zug von Wien nach Klagenfurt oder von St. Pölten nach Bregenz fährt, sitzt derzeit möglicherweise stundenlang neben Personen, die weder geimpft noch getestet sind“, sagt Loacker. Gleichzeitig sei es eine Illusion, davon auszugehen, dass während einer mehrstündigen Zugfahrt die FFP2-Maske nie abgenommen würde, beispielsweise um etwas zu essen oder zu trinken.

Im öffentlichen Nahverkehr sei die Aufenthaltsdauer zwar kürzer als in Fernzügen, dafür seien die Menschen oft enger aneinandergedrängt. „Wenn man sich vor Augen führt, wie schlampig Masken oft getragen werden, ist auch hier die Zumutung unerträglich, dass ungeimpfte und nicht getestete Personen direkt neben Fahrgästen stehen, die möglicherweise gesundheitlich angeschlagen sind oder bei denen die Impfung nicht die volle Wirkung entfaltet“, sagt Loacker.

Kontrolle wie bei Tickets

Vorschreiben soll die 3-G-Pflicht im öffentlichen Verkehr laut dem pinken Vorschlag der Gesundheitsminister per Verordnung, alternativ könnten auch die Landeshauptleute sie anordnen.

Die Kontrolle soll auf demselben Wege erfolgen, wie auch die Tickets im jeweiligen Verkehrsmittel nachgewiesen werden – entweder gleich beim Einsteigen, oder wenn der Schaffner danach fragt.

Mit ihrem Vorstoß fordern die Neos in Österreich ein, was in einigen anderen Ländern bereits umgesetzt worden ist. So ist etwa in Bayern seit November im öffentlichen Nahverkehr ein 3-G-Nachweis verpflichtend mitzuführen. Die Einhaltung der Regelung wird stichprobenhaft kontrolliert, Kinder und Schüler, die in der Schule regelmäßig getestet werden, sind davon ausgenommen. Wer ohne 3-G-Nachweis angetroffen wird, muss aussteigen, außerdem droht eine Geldstrafe wie beim Schwarzfahren.

Auch Italien hat sich vor Kurzem für ein ähnliches Modell entschieden. Hier müssen auf den Fahrkarten künftig Informationen über den Corona-Status der Fahrgäste ersichtlich sein, überprüft wird schon beim Ticket-Kauf. Dazu sollen in die Datenbanken der Nahverkehrsunternehmen Informationen zum Besitz des Grünen Passes integriert werden – laut Verkehrsministerium eine Chance zum Fortschritt bei der Digitalisierung des Ticketsystems.

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