Elfriede Awadalla

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Hofburg-Wahl
03/16/2016

Ein linker Paradiesvogel schlägt Lugner

Künstlerin Awadalla hat fast 6000 Unterschriften, für den Baumeister "wird es knapp".

von Philipp Hacker-Walton, Natascha Marakovits

Es läuft nicht gut für Richard Lugner: Er ist auf den Rochusmarkt im dritten Wiener Bezirk gekommen, um Unterstützungserklärungen für den Hofburg-Wahlkampf zu sammeln. Doch die Unterstützung ist mau.

An den Stehtischen wollen die Leute lieber in Ruhe ihre Pizzaschnitten und Nudel-Boxen bearbeiten, als mit dem Baumeister über Politik zu reden.

Vorbild Kennedy

Lugner versucht es bei einer Schülergruppe: "Seids ihr eh Österreicher?" Sind sie. "Und über 16?" Auch. Nach einer zähen Diskussion über Koalitionen, die Lugner angeloben würde und die Rolle seiner Frau als First Lady – Lugner nennt Evita Peron und Jackie Kennedy als Vorbilder – stellt der Kandidat die entscheidende Frage? "Und, unterstützt ihr mich jetzt?" Nein, tun sie nicht.

6000 Unterstützungserklärungen braucht man, um bei der Bundespräsidentenwahl antreten zu dürfen. Lugner ist "nicht optimistisch, dass wir es noch schaffen. Wir stehen nicht gut da." Knapp 5000 Unterschriften habe man bislang gesammelt, heißt es aus Lugners Büro: "Es wird knapp."

Dabei hat Lugner viel getan: Limousinen-Service und Gratis-Taxi zum Gemeinde-Amt; TV-Spots zur Prime Time; und für kurze Zeit – bis zu einer Anzeige des Innenministeriums – gab es sogar Kino-Gutscheine im Tausch gegen Unterstützungserklärungen. Genutzt hat all das nur wenig.

Awadalla ist nahe dran

Mit deutlich weniger Brimborium ist eine andere Außenseiter-Kandidatin dabei, es auf den Stimmzettel zu schaffen: Die Künstlerin und Autorin Elfriede Awadalla – bekannt als Gewinnerin der ORF-Millionenshow – ist der offiziellen Kandidatur schon einen deutlichen Schritt näher als Lugner. Mittwochvormittag hatte sie schon mehr als 5.300 Unterstützungserklärungen beisammen.

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