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Kickl feiert Jubiläum mit Orbán, Weidel, Wilders und Roberto Blanco

Die FPÖ begeht ihr 70-jähriges Bestehen in der Hofburg mit "patriotischen Politikern". Am Abend will FPÖ-Chef Herbert Kickl beim "Volksfest" am Stephansplatz eine Rede halten.
FPÖ-Chef Herbert Kickl und Mario Kunasek, LH Steiermark

Sie inszenieren sich zwischen staatstragend und volksnah und überlassen dabei nichts dem Zufall: Die Freiheitlichen, die heuer ihr 70-jähriges Bestehen feiern, die stimmenstärkste Partei im Parlament (2004: 28,9 %) stellen und seit Monaten in Umfragen führen (36,9 % laut APA-Wahltrend), während die Regierungsparteien unter ihren Wahlergebnis-Werten liegen (ÖVP:20,9 %/SPÖ:17,7 %, Neos 8,4 %), feiern sich am Vortag der Sommersonnenwende erst in der Hofburg und dann am Stephansplatz. 

Verfolgen Sie hier den Live-Stream aus der Hofburg

Während am Stephansplatz bei sengender Hitze der Soundcheck vor ein paar Hundert Sonnenhutträgern gemacht wird, füllt sich die gut klimatisierte Hofburg mit Anzugträgern und Frauen in Sommerkleidern wie Dirndn an diesem Samstag.

Wir berichten live, der Artikel wird laufend aktualisiert.

Während am Stephansplatz bei sengender Hitze der Soundcheck vor ein paar Hundert Sonnenhutträgern gemacht wird, füllt sich die gut klimatisierte Hofburg mit Anzugträgern und Frauen in Sommerkleidern wie Dirndn an diesem Samstag.

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Herbert Kickl und Mario Kunasek
ABD0042_20260620 - WIEN - ÖSTERREICH: v.l. Bundesparteiobmann Herbert Kickl und der steirische LH Mario Kunasek (FPÖ) anl. der Feierlichkeiten beim Festakt "70 Jahre FPÖ" am Samstag, 20. Juni 2026 in Wien. - FOTO: APA/TOBIAS STEINMAURER

Kurz nach 15 Uhr tosender Applaus und stehende Ovationen für die Ehrengäste aus dem Ausland und den FPÖ-Chef und das über Minuten noch ehe die erste von mehreren musikalischen Einlagen folgen. Der Festsaal 1 ist bis auf den letzten Platz besetzt, dutzende Funktionäre stehen während des Festaktes.

Moderatorin und FPÖ-Mandatarin Lisa Schuch-Gubik gibt einen Vorgeschmack auf die kommenden eineinhalb Stunden. Spricht von "7 Jahrzehnten des Gegenwinds" und davon, dass man "eine Bewegung, die von Menschen getragen wird, nicht aufhalten kann". Zu Gustav Holsts "Jupiter" aus "die Planeten" betritt eine Geigerin mit Engelsflügeln die Bühne. Jupiter stehe für "Zuversicht und Erfolg", so die Moderatorin hernach und damit auch für die FPÖ. Namentlich Mario Kunasek, der in der Steiermark den ersten freiheitlichen Landeshauptmann nach Jörg Haider in Kärnten stellt und stellvertretend für die Länder ans Rednerpult tritt, die "freiheitliche Familie" willkommen heißt. 

FESTAKT "70 JAHRE FPÖ": ORBAN/WILDERS/WEIDL
ABD0048_20260620 - WIEN - ÖSTERREICH: (v.l.) FIDESZ-Vorsitzender Viktor Orban, der niederländische PVV-Vorsitzende Geert Wilders und Alice Weidl (AfD) am Samstag, 20. Juni 2026 anl. eines Festaktes "70 Jahre FPÖ" in der Hofburg in Wien. - FOTO: APA/TOBIAS STEINMAURER

Die FPÖ, nimmt Kunasek das Narrativ des Nachmittags von Schuch-Gubik auf, setze den "Kampf der letzten Jahrzehnte" gegen Ungerechtigkeit weiter fort. Man hatte "schöne Erfolge", "schmerzhafte Erfahrungen" und wurde "totgesagt", doch das Gegenteil sei eingetreten, so Kunasek, weil "die FPÖ sich treu geblieben ist. Freiheitlich zu sein, das ist ein Lebensmodell und ein Überlebensmodell".

"Überlebensmodell" & schlotternde Knie

Und eben dieses Modell schlage sich in Zahlen nieder. Nicht nur in Umfragen, sondern auch bei den anstehenden Wahlen in Oberösterreich, Tirol und Kärnten. Von der Landeshauptleutekonferenz, die tagszuvor stattfand, wisse Kunasek zu berichten: "Den anderen schlottern schon die Knie". Nach der "starken Stimme der Steiermark" ist Andrej Babis am Wort. Die auf deutsch gehaltene Grußworte von Tschechiens Premier werden via Video eingespielt. Geert Wilders spricht hernach live und ebenfalls auf Deutsch "von einem respektablen Alter. Die FPÖ und mein Freund Herbert Kickl sind das Beste, was die österreichische Partei zu bieten hat", sagt der niederländische Rechtspolitiker, der sich unter aufbrausendem Applaus sicher ist: "Ihr steuert auf eine absolute Mehrheit zu".

Wilders bedient sich wie die FPÖ in seiner kurzen Rede der Begriffe wie "Systemparteien" und "Masseneinwanderung" und appelliert, die "Patrioten Europas", zu denen er sich, die FPÖ und die Alternative Deutschlands zählt, stolz zu machen. 

Ähnliche Worte findet - nur diesmal auf englisch - Viktor Orbán. Ungarns ehemaliger Premier, der mit seiner Fidesz vor wenigen Monaten abgewählt wurde.

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