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Politik Inland
11/24/2020

Lockdown-Ende: Wie es bis Weihnachten weitergeht

Mit Jänner starten die Impfungen. Um eine dritte Welle zu vermeiden, wird nach dem Lockdown nur langsam geöffnet. Massentests sind in Vorbereitung. Die Details

von Daniela Kittner, Raffaela Lindorfer

Advent, Weihnachten und Silvester – das bedeutet Shopping, Familienfeste, Partys.

Für Viren ein ideales Umfeld, aber für diejenigen, die die Pandemie unter Kontrolle halten müssen, ein Drama.

Kein Wunder also, dass Bundesregierung, Landeshauptleute, Gesundheitsbehörden, Bundesheer, Freiwilligenorganisationen, die Schulverwaltung und viele mehr zurzeit kopfstehen.

Gilt es doch, Weihnachten zu ermöglichen, ohne damit einen weiteren Lockdown zu provozieren. Und ohne die – älteren – Verwandten anzustecken, so knapp, bevor sie geimpft werden können.

Und das sind die wichtigsten Daten, wie es in diesem schwierigen Advent weitergeht:

Kanzler Sebastian Kurz setzt auf Massentests. Bis zum Wochenende 19./20. Dezember sollen mehr als tausend Teststationen in ganz Österreich eingerichtet sein, wo sich die gesamte Bevölkerung gratis testen lassen kann. Die Regierung hat bereits vier Millionen Antigen-Tests geordert, die besten, die auf dem Markt sind. Jene Personen, die ein positives Testergebnis haben, sollen noch vor Weihnachten entweder einen zweiten Antigen-Test oder einen PCR-Test machen, um ganz sicher zu gehen, dass sie nicht fälschlicherweise in Quarantäne müssen.

Organisatorisch und logistisch werden das Bundesheer und Freiwilligenorganisationen die Gesundheitsbehörden der Länder bei den Massentests unterstützen. Es wird auch Test-„Drive in“ geben, außerdem soll man sich elektronisch einen Test-Termin reservieren können, um langes Warten zu vermeiden.

Bald nach Weihnachten, vermutlich zwischen Neujahr und Heiligen Drei Königen, solle es einen zweiten Massentest geben.

Ab 7. Dezember wird wieder aufgesperrt. Schulen und Handel werden öffnen, das steht bereits fest. Vom Infektionsgeschehen am Ende des Lockdowns (6. Dezember) wird abhängen, wie rasch die weitere Öffnung erfolgt.

Dem Vernehmen nach soll sie langsam vonstattengehen, in Zwei-Wochen-Intervallen wie im Frühjahr. Das bedeutet, dass Gastronomie und Hotellerie wohl nicht am 7. Dezember aufsperren dürfen. Wenn die 14-Tages-Schritte vom Frühjahr auch im Herbst angewandt werden, dann dürfen sie erst am 20. Dezember aufsperren.

Ziel der langsamen Öffnung und der Massentests ist, die Periode bis zu einem Impfschutz zu überbrücken und keinen dritten Lockdown zu riskieren.

Ein grober Impfplan steht bereits fest. Gesundheitsminister Rudolf Anschober setzt eine Durchimpfungsrate von mehr als 50 Prozent als Ziel: „Je mehr, desto besser.“ Im Jänner wird mit ersten Impfungen begonnen, zu allererst werden die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft. Sie sind die größte Risikogruppe, unter ihnen gibt es die meisten Corona-Toten.

Danach soll das Gesundheitspersonal geimpft werden. Es ist besonderen Ansteckungsgefahren ausgesetzt.

Breit durchgeimpft wird dann vermutlich im Frühjahr.

Bis dahin muss das Infektionsgeschehen mit einer Mischung aus Testen, Contacttracing und Restriktionen unter Kontrolle gehalten werden.

Eine erste Lockerung des aktuellen Lockdowns gibt es übrigens schon ab 5. Dezember: der Nikolaus darf kommen. Die Regierung will im MInisterrat am Mittwoch eine Regel dazu bekannt geben.

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