Politik | Inland
22.04.2016

Die besten Sager der Elefantenrunde

Wer wen an Jörg Haider erinnerte, wer mit welcher Aussage das Publikum unfreiwillig unterhielt und wem Moderatorin Thurnher ein Treffen mit dem Fußball-Teamchef nahe legte.

"Wenn ich heute einen Termin mache, der eine Stunde dauert, dann muss ich bis zu drei Stunden für die Selfies danach einplanen." - Norbert Hofer über die Besonderheiten des Wahlkämpfens im Jahr 2016.

"Ich bin mit sehr, sehr vielen Menschen zusammengekommen. Es wurden an die 40.000 Fotos gemacht. Man hat den breiten Khol, den bunten Khol kennengelernt." - Andreas Khol weiß zu gut, wovon Hofer spricht.

"Von mir haben Sie auch als Minister selten die Schlagzeile von morgen bekommen. Das bin ich einfach nicht." - Rudolf Hundstorfer auf den Vorhalt, er wirke im Wahlkampf mitunter lustlos.

"Man kann nie alles richtig machen, aber insgesamt haben wir das verdammt gut gemacht." - Alexander Van der Bellen ist mit seinem eigenen Wahlkampf verdammt zufrieden

"Platz eins, zwei und drei können knapp beinander liegen." - Van der Bellen befasst sich mit dem Wettlauf an der Spitze ...

"Platz vier und fünf können auch eng beisammen liegen." - ... Hundstorfer mit jenem am anderen Ende.

"Der Bundespräsident ist nicht der Super-Bundeskanzler." - Khol über sein Amtsverständnis, Teil eins.

"Da muss ma auch amal mit der Regierung reden: Was tu’ ma, damit ma unsere Probleme lösen?" - Lugner über sein Amtsverständnis

"Aufgabe des Bundespräsidenten ist es nicht, um die Schlagzeile des nächsten Tages zu kämpfen." - Man könnte fast meinen, Van der Bellen hielte Hundstorfer für geeignet.

"Sie überholen Van der Bellen links!" - Khol sieht Griss falsch abbiegen.

"Herr Khol präsentiert sich als Jörg Haider ..." - Hofer hat ein Deja-Vu ...

"Sie fahren aber keinen Porsche, oder?"- ... Van der Bellen vermisst ein wichtiges Detail...

"Nein, einen Volkswagen Passat." - ... und Khol klärt die Verwechslung auf.

"Es kommt immer wieder vor, dass jemand ein Amt erhält aufgrund seiner Parteizugehörigkeit. Denken Sie nur an die Schulen: Da haben wir schwarze oder rote Schulen, in Wien jetzt vielleicht grüne." - Irmgard Griss’ Argument für eine Bundespräsidentin ohne Parteizugehörigkeit.

"Naja, sie ist schon ein bisserl Rosa." - Richard Lugner erinnert daran, dass Griss von den Neos unterstützt wird.

"Alle Sektionschefs im Ministerium mussten neu bestellt werden – und ich weiß von niemandem, wer wo Parteimitglied ist." - Hundstorfer stellt in Abrede, dass ein Parteibuch bei der Karriere hilfreich ist ...

"Was glauben Sie, warum da jetzt alle lachen?" - ... was, wie Ingrid Thurnher anmerkt, beim Publikum für Belustigung sorgt.

"Die Tore schießt die Mannschaft, Chef ist der Kapitän, der Trainer kann aber durchaus die Aufstellung besprechen." - Khol über sein Amtsverständnis, Teil zwei.

"Ein Gespräch mit Teamchef Marcel Koller wäre da vielleicht nicht schlecht." - Thurnher gibt Khol Nachhilfe-Tipps ...

"Frau Thurnher, lernen Sie Verfassung!" - ... und umgekehrt.

"Wenn’s narrisch gut läuft, dann geht die erste Auslandsreise nicht nach Brüssel, sondern nach Paris – da findet kurz nach der Angelobung das Finale der Fußball-EM statt. Und wenn Österreich da dabei ist ..." - Van der Bellen ist für den Wahltag optimistisch, für die Europameisterschaft noch mehr

"Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist." - Hofer über sein Amtsverständnis.

"Ich glaub’, der Rohani würd’ sich jetzt nicht dran stören, wenn er einen nackten Apollo sieht, das würd’ er überleben." - Lugner würde beim Staatsbesuch des iranischen Präsidenten keine Statuen verhüllen.

"Die Frauen sollen nicht zum Bundesheer, die haben Kinder zu kriegen." - Wieso Lugner als Oberbefehlshaber dagegen wäre, die Wehrpflicht auf Frauen auszuweiten.